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Clopidogrel

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Mindestqualifikation

Notärztin/Notarzt

Indikationen in der Notfallmedizin

ACS

Wirkstoffgruppe

Thrombozytenaggregationshemmer

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff
schwere Leberfunktionsstörungen
akute pathologische Blutung (wie bei Magen-Darm-Geschwüren oder intrakraniellen Blutungen)

Nebenwirkungen

stärkere Blutungsneigung im Gastrointestinaltrakt
Gefahr der intrakraniellen Blutung
Magen-Darm-Beschwerden (Bauchschmerzen, Durchfall) 
allergische Reaktionen
ZNS-Störungen 

Dosierungshinweise

siehe ACS-Handlungsempfehlung NÖ

Praxistipp

Beachte unbedingt die unterschiedliche Dosierung je nach Alter.

Wirkung

Der Thrombozytenaggregationshemmer Clopidogrel ist ein Prodrug, das erst durch die Metabolisierung in der Leber in seine wirksame Form übergeführt wird. Der aktive Metabolit hemmt die ADP-vermittelte Thrombozytenaktivierung und Thrombozytenaggregation auf der Thrombozytenmembran. Für ADP gibt es in der Thrombozytenmembran purinerge Rezeptoren des Subtyps P2Y12. Somit ist Clopidogrel ist P2Y12 Rezeptorantagonist (Synonym= ADP-Rezeptorantagonist). Clopidogrel blockiert selektiv den ADP-Rezeptor P2Y12 auf der Oberfläche von Thrombozyten. Hierbei kommt es zum irreversiblen Verlust der Bindungsfähigkeit des Fibrinogens an das Glykoprotein IIb/IIIa, welches für die Vernetzung der Blutplättchen verantwortlich ist.

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Da viele Patienten zu den sogenannten Non-Respondern gehören, kann der Wirkungseintritt unterschiedlich lange dauern.

Schwangerschaft und Stillzeit

 strenge Indikation