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Esmolol

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Mindestqualifikation

Notärztin/Notarzt

Indikationen in der Notfallmedizin

Tachykardien (va. bei Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit schneller Überleitung)

Wirkstoffgruppe

kardioselektiver Betablocker

Kontraindikationen

gemeinsame Gabe mit Kalziumkanalblockern

Reentry-Tachykardien, Asthma bronchiale

Kinder < 12 Jahre

Nebenwirkungen

Bradykardie, AV-Blockierungen, Asystolie, Hypotension, Bronchospasmus, Rebound-Tachykardie

Dosierungshinweise

Erwachsene: 0,5mg/kg/min

langsam über 3-4 Minuten i.v.

Praxistipp

Der Vorteil von Esmolol gegenüber Metropolol liegt in seiner kurzen Halbwertszeit und daher guten Steuerbarkeit. Bei unklarer Informationslage („Was hat der Patient für Begleiterkrankungen“ oder „Welche Hausmedikation nimmt er ein?“ etc.) kann es daher besser angewendet werden.

Wirkung

Esmolol senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz. Es ist ein selektiver Blocker der adrenergen Beta1-Rezeptoren mit einem raschen Wirkungseintritt und einer kurzer Wirkungsdauer. Die Halbwertszeit liegt nur bei etwa 9 Minuten.

Betablocker_1.png

Bild: https://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Betablocker

Schwangerschaft

Esmolol passiert die Plazenta und kann beim Fetus Hypotonie, Bradykardie und Hypoglykämie auslösen. Betablocker reduzieren die plazentale Durchblutung und können zu Frühgeburt und Fruchttod führen.