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Morphin

AZ0_9078.jpg

Suchtgift

Mindestqualifikation

Notärztin/Notarzt

Indikationen in der Notfallmedizin

starke Schmerzen

Wirkstoffgruppe

Opioid-Analgetikum

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit
Ileus
Atemdepression
schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankung

Nebenwirkungen

Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstlosigkeit

Hypotonie, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen

zerebraler Krampfanfall (insbesondere bei Kindern bei hoher Dosierung)

Dosierungshinweise

Erwachsene:
i. v.: langsam injizieren und titrieren nach Wirkung (z.B. Bolus 2-3 mg i.v.)
s. c. / i. m.: 10–30 mg (Einzeldosis maximal 15 mg)

Kinder:
i.v.: 0,05–0,1 mg/kg KG
s. c. / i. m.: 0,05–0,2 mg/kg KG

Praxistipp

Antidot: Naloxon

Wirkung

Morphin ist ein reiner Agonist an Opiat-Rezeptoren und wirkt analgetisch:

  • Es lagert sich reversibel an sog. Opiatrezeptoren an und blockiert diese.
  • So verhindert Morphin die Schmerzweiterleitung und reduziert das Schmerzempfinden.

es wirkt sedierend, atemdepressiv, emetisch, blutdruck- und herzfrequenzsenkend

Schwangerschaft

nur bei strenger Indikation