Rückkehr des Spontankreislaufes (ROSC)

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Therapieziel
- Verhindern eines weiteren Kreislaufstillstandes
- Sicherstellen eines möglichst guten Outcomes
Allgemeine Hinweise
- Patienten, die nur eine kurze Phase eines Kreislaufstillstands hatten (< 10 min zwischen Kollaps und ROSC), bei denen sofort eine normale zerebrale Funktion (GCS >10) zurückkehrt und die normal atmen, benötigen üblicherweise keine Atemwegsintervention oder Beatmungsunterstützung und sollen initial nicht sediert werden.
Airway
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Atemwegs- und Beatmungsunterstützung soll nach Erreichen von ROSC fortgeführt werden.
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Patienten, die nach ROSC komatös bleiben oder eine andere klinische Indikation für Sedierung und mechanische Beatmung haben, sollen tracheal intubiert werden, wenn dies nicht bereits während der CPR erfolgt ist.
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Die tracheale Intubation (mit oder ohne Medikamente) soll nur von erfahrenen Anwendern mit hoher Erfolgsrate durchgeführt werden.
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Die korrekte Lage des Tubus muss mittels Kapnographie mit Kurvenanzeige bestätigt werden.
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Wenn kein erfahrenes Personal für die Intubation verfügbar ist, ist es angemessen, einen supraglottischen Atemweg (SGA) beizubehalten oder den Atemweg mit Basismaßnahmen zu sichern, bis Personal mit Erfahrung in medikamentengestützter Intubation verfügbar ist.
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Patienten nach ROSC können eine medikamentengestützte tracheale Intubation benötigen.
Breathing
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Unmittelbar nach ROSC soll 100 % Sauerstoff gegeben werden, bis die arterielle Sauerstoffsättigung (SpO₂) zuverlässig mittels Pulsoximetrie gemessen werden kann.
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Sobald SpO₂ zuverlässig messbar ist, soll die inspiratorische Sauerstoffkonzentration so titriert werden, dass eine arterielle Sauerstoffsättigung von 94–98 % erreicht wird.
- Hypoxämie und Hyperoxämie nach ROSC soll vermeiden werden.
- Normokapnie soll nach ROSC angestrebt werden (≈ 35–45 mmHg).
- Eine lungenprotektive Beatmungsstrategie soll mit einem Tidalvolumen von 6–8 mL/kg Idealgewicht angewendet werden.
Circulation
- Hypotonie vermeiden und nach Kreislaufstillstand einen systolischen Blutdruck > 100 mmHg aufrechtzuerhalten.
- Bei Arrhythmien unmittelbar nach ROSC den den BLL "Tachyarrhythmie" und "Bradykardie" folgen.
- Bei vermuteter kardialer Ursache BLL "Akutes Koronarsyndrom (ACS)" folgen.
Disability
- Bei Krampfanfällen BLL "Krampfanfall" folgen.
Temperatur
- Standardmäßig keine präklinische Kühlung vornehmen.
- Aktiven Wärmeerhalt nur bei traumatischem Kreislaufstillstand durchführen.
Quellenangaben
European Resuscitation Council and European Society of Intensive Care Medicine Guidelines 2025 Post-Resuscitation Care
Version
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| Version BLLNOE 24.0 |
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