Versorgung der Mutter direkt nach der Geburt

Versorgung der Mutter direkt nach der Geburt
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Unterstützung der Mutter bei der Geburt der Plazenta
Unterstützung der Mutter bei der Geburt der Plazenta
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Postpartale Blutung

(1) Fundustonus beurteilen
Der Fundus uteri ist der obere kuppelförmige Anteil der Gebärmutter und befindet sich postpartal etwa auf Nabelhöhe.

Die Beurteilung des Fundustonus (der Spannung der Gebärmuttermuskulatur) erfolgt durch das Abtasten des Bauches der Mutter. Dabei wird nach dem oberen Rand der Gebärmutter – dem Fundus – getastet, der sich in der Regel etwa auf Höhe des Bauchnabels befindet.
Fühlt sich der Uterus unter der Hand fest, mittig und gut kontrahiert an, ist der Tonus intakt.
Fundusmassage
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Quellenangaben
Ambulance Victoria: Clinical Practice Guidelines
Bundesverband Ärztliche Leitung Rettungsdienst Deutschland e.V.: Pyramidenprozess III, Ungeplante außerklinische Geburtsbegleitung
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V. (DGHWi), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-Leitlinie "Die vaginale Geburt am Termin"
European Resuscitation Council Guidelines 2025: Newborn Resuscitation and Support of Transition of Infants at Birth
Joint Royal Colleges Ambulance Liasion Committee UK, Clinical Guidelines (2022)
Österreichisches Rotes Kreuz, Sanitäter:innen-Ausbildung (2026)
Williams B, Ross L. Paramedic Principles and Practice: A Clinical Reasoning Approach. 2. Aufl. Chatswood: Elsevier Australia (2021)
Erläuterungen
Die postpartale Blutung stellt eine lebensbedrohliche Komplikation dar und zählte jahrelang zu den führenden Ursachen für mütterliche Sterblichkeit.
Zur postpartalen Blutung kommt es selten im Zuge der Plazentalösung (wenn sich diese nicht vollständig löst) oder nach der Geburt der Plazenta, wenn sich diese nicht ausreichend zusammenzieht und schlaff bleibt ("Uterusatonie") und dadurch die Blutgefäße, die die Plazenta versorgt haben, nicht verschlossen werden. Etwa 90 % der primären postpartalen Blutungen werden durch eine Uterusatonie verursacht.
Eine Fundusmassage darf nur nach bereits geborener Plazenta angewendet werden, da das Massieren bei noch intakter Plazentahaftung eine teilweise Plazentalösung provozieren und die Blutung dadurch massiv verschlimmern kann.
Oxytocin ist hingegen auch bei noch liegender Plazenta indiziert da es eine gleichmäßige Kontraktion der gesamten Gebärmuttermuskulatur anregt und so die vollständige Lösung und sichere Austreibung der Plazenta und damit das mechanische Abklemmen der Gefäße, das in der Regel zum Sistieren der Blutung führt, fördert.
Version
| Version BLLNOE |
05/2026 |
Ursprungsversion |
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