Versorgung des Neugeborenen

gut adaptiertes (vitales) Neugeborenes
Versorgung vitales Neugeborenes
Indikationen
- weiterhin vitales Neugeborenes mit kräftigem Muskeltonus, gut erkennbarer Atmung und Herzfrequenz ≥ 100
- initiale Versorgung des Neugeborenen und der Mutter ist abgeschlossen
Benötigtes Material
- Monitor mit Neugeborenen-Elektroden und Pulsoxy-Sensor
Achtung
Das "Bonding" - der möglichst ungestörte Haut-zu-Haut-Kontakt unmittelbar nach der Geburt ist wichtig für die Mutter-Kind-Bindung, den weiteren Geburtsverlauf (Plazentageburt!) und den Wärmeerhalt.
Trotz der Herausforderung der präklinischen Geburt sollen die Sanitäter:innen Mutter und Kind ein möglichst ungestörtes Bonding ermöglichen.
Durchführung
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
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Mutter-Kind-Bindung (Bonding) fördern - Wärmeerhalt gewährleisten |
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| 1 |
Die optimale Position für das Baby ist die Bauchlage auf der Mutter mit direktem Haut-zu-Haut-Kontakt, wobei der Kopf zur Seite gedreht sein soll. So kann die Mutter das Gesicht gut sehen, und die Atemwege bleiben für die Sanitäter:innen kontrollierbar.
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Monitoring |
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| 2 |
Pulsoxymetrie-Sensor an der rechten Hand oder am rechten Handgelenk anlegen.
Die Sauerstoffsättigung steigt nach der Geburt langsam an:
Steigt die Sauerstoffsättigung nicht, sind sofort Maßnahmen zu setzen (Sauerstoffinsufflation, ggf. Beatmung!) |
| 3 |
EKG-Elektroden an Extremitäten oder am Rücken anbringen.
Die EKG-Elektroden können auch seitenverkehrt angebracht sein - es geht nur um die Überwachung der Herzfrequenz. Mutter und Kind sollen möglichst wenig gestört werden. |
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Abnabeln |
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| 4 |
Mit dem Abnabeln soll gewartet werden, bis die Nabelschnur auspulsiert ist und weiß wird. Das kann etwa 5 Minuten dauern.
Wünscht die Mutter ausdrücklich ein späteres Abnabeln ist dieser Wunsch zu respektieren (das Abnabeln erleichtert eher das Handling von Kind und Mutter; medizinisch ist das Abnabeln bei vitalen Neugeborenen nicht unbedingt erforderlich).
Für das Abnabeln muss das Bonding kurz unterbrochen werden - Kind noch einmal zwischen die Beine der Mutter legen. |
| 5 | Nabelschnur vorsichtig anheben und ca. 20 cm vom Nabel des Kindes weg die erste Nabelschnurklemme setzen |
| 6 |
Nabelschnur zur Mutter hin etwa eine Handbreit ausstreifen und die zweite Klemme setzen. |
| 7 |
Nabelschnur mit keimfreier Schere durchschneiden. |
| 8 |
Das Nabelschnurende des Kindes mit keimfreiem Tupfer umhüllen und Nabelschnurrest am Kind belassen. |
| 9 |
Mütterlichen Nabelschnurrest mit keimfreiem Tupfer umhüllen und am Oberschenkel der Mutter fixieren. KEINEN Zug an der Nabelschnur ausüben! |
![]() Kind wieder auf der Mutter platzieren.
Die optimale Position für das Baby ist die Bauchlage auf der Mutter mit direktem Haut-zu-Haut-Kontakt, wobei der Kopf zur Seite gedreht sein soll. So kann die Mutter das Gesicht gut sehen, und die Atemwege bleiben für die Sanitäter:innen kontrollierbar.
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| Transport einleiten | |
| 10 | Geburt der Plazenta nicht abwarten - Transport einleiten |
Quellenangaben
Ambulance Victoria: Clinical Practice Guidelines
Bundesverband Ärztliche Leitung Rettungsdienst Deutschland e.V.: Pyramidenprozess III, Ungeplante außerklinische Geburtsbegleitung
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V. (DGHWi), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-Leitlinie "Die vaginale Geburt am Termin"
European Resuscitation Council Guidelines 2025: Newborn Resuscitation and Support of Transition of Infants at Birth
Joint Royal Colleges Ambulance Liasion Committee UK, Clinical Guidelines (2022)
Österreichisches Rotes Kreuz, Sanitäter:innen-Ausbildung (2026)
Williams B, Ross L. Paramedic Principles and Practice: A Clinical Reasoning Approach. 2. Aufl. Chatswood: Elsevier Australia (2021)
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| Version SCOPMNOE 24.0 | 05/2026 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!
REANIMATION - schlecht adaptiertes (nicht vitales) Neugeborenes

Atemwegssicherung bei Atem-Kreislauf-Stillstand (Neugeborenes)

Therapieziel
Quellenangaben
Ambulance Victoria: Clinical Practice Guidelines
Bundesverband Ärztliche Leitung Rettungsdienst Deutschland e.V.: Pyramidenprozess III, Ungeplante außerklinische Geburtsbegleitung
Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V. (DGHWi), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-Leitlinie "Die vaginale Geburt am Termin"
European Resuscitation Council Guidelines 2025: Newborn Resuscitation and Support of Transition of Infants at Birth
Joint Royal Colleges Ambulance Liasion Committee UK, Clinical Guidelines (2022)
Österreichisches Rotes Kreuz, Sanitäter:innen-Ausbildung (2026)
Williams B, Ross L. Paramedic Principles and Practice: A Clinical Reasoning Approach. 2. Aufl. Chatswood: Elsevier Australia (2021)
Erläuterungen
Version
| Version BLLNOE xxx |
xxx |
Ursprungsversion |
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