Arbeitsweise im Rettungdienst des RKNÖ
Der Rettungsdienst des Roten Kreuz Niederösterreich betreut mit seinen über 7.000 Rettungssanitäter:innen und über 2500 Notfallsanitäter:innen etwa 300.000 Patient:innen im Jahr. Sanitäter:innen sind dazu berufen in allen Bereichen nach klinischer Exzellenz zu streben und bei ihrer Tätigkeit Professionalität an den Tag zu legen. Sanitäter:innen sind eigenverantwortlich tätig und treffen ihre Entscheidungen anhand von strukturiert erhobenen Informationen, fachlicher Standards, situativer Einschätzung und reflektierter professioneller Urteilsbildung. Um eine einheitliche, nachvollziehbare und fachlich begründete Vorgehensweise zu unterstützen, formuliert das RKNÖ die vorgesehenen Behandlungspfade in Leitlinien.
Die Leitlinien des RKNÖ haben mehrere Funktionen:


Der Umgang von Sanitäter:innen mit Leitlinien
Leitlinien stellen für Sanitäter:innen eine Richtschnur dar, an der sie sich bei der Behandlung ihrer Patient:innen orientieren. Sie definieren das Ziel der Behandlung und skizzieren den erwünschten Weg, um dieses Ziel zu erreichen. Leitlinien ersetzen nicht die eigenverantwortliche Entscheidung von Sanitäter:innen, die auf Grundlage individueller Einschätzung und reflektierter professioneller Urteilsbildung getroffen wird.
Sanitäter:innen melden grobe Abweichungen von Leitlinien im Rahmen der klinische Steuerung an das Clinical Practice Advisory Committee (cpac@n.roteskreuz.at), um diese strukturiert fachlich prüfen, einordnen und gegebenenfalls im Rahmen der Weiterentwicklung die Leitlinien an die klinische Praxis anzupassen.
Das Clinical Practice Advisory Committee (CPAC) ist im das für die klinischen Steuerung zuständige Gremium im RKNÖ. Es wurde geschaffen, um Entwicklungen im Rettungsdienst transparenter, strukturierter und für Sanitäter:innen besser nachvollziehbar zu gestalten. Im CPAC-Kreislauf haben sowohl neue wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Rückmeldungen aus der rettungsdienstlichen Praxis einen festen Platz. Dadurch sollen Änderungen an Leitlinien nicht überraschend erfolgen, sondern planbar, fachlich begründet und klar kommuniziert werden. Das CPAC tagt quartalsweise und schafft damit einen verbindlichen Rahmen für die regelmäßige Weiterentwicklung der klinischen Praxis im RKNÖ.

Notfallsanitäter:innen müssen in allen Bereichen ihrer Tätigkeit Professionalität zeigen. Es gibt Leitlinien, die sie dabei unterstützen.
Leitlinien im RKNÖ
Vorgesehener Behandlungspfad im RKNÖ
Sorgfaltsmaßstab in der Qualitätssicherung
Leistungsmaßstab bei Prüfungen
Werkzeug als Unterstützung für den Sanitäter im Einsatzalltag
Behandlungsleitlinien Erwachsene
Behandlungsleitlinien Kinder
Organisatorische Leitlinien
Zusammenarbeit mit TNA
Scope OPM und Maßnahmenbeschreibung
Wörterbuch, Medlexikon, ...
Goldene Regeln für die Arbeit im Rettungsdienst/Berufsethos im Rettungsdienst
https://www.dbrd.de/aktivitaeten/aktuelles/394-10-goldene-regeln-fuer-die-arbeit-im-rettungsdienst
https://collegeofparamedics.co.uk/COP/COP/Education/PEEP_Project.aspx
PEEP Project
Das ist der Report, der die Ausbildung in UK maßgeblich beeinflusst hat. Auf den wird in mehreren Büchern/Artikel, die ich gelesen habe, referenziert. Lt. Inhaltsverzeichnis kommen Professional Standards usw. vor. Vielleicht was für die Grundsätze.
Decision making in paramedic practice
Kapitel 1
Handlungskompetenz : Berufliches Selbstverständnis : Arbeitsrealität
Berufliches Selbstverständnis:
- Grundlage für subjektive handlungsleitende Vorstellung der eigenen Rolle
- Beeinflusst Entscheidungen, Verantwortung, Kommunikation
- Diskrepanzen führen zu Rollenkonflikten und Unklarheiten
Behaviorismus vs Kognitivismus
Arbeiten mit Behandlungsleitlinien und organisatorischen Leitlinien
Arbeiten mit Behandlungsleitlinien für Kinder