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Extremitätenschienung [Maßnahmenb]

Indikationen

  • Verletzungen der Extremitäten (Luxation, Fraktur)

Therapieziel

  • Ruhigstellung/Immobilisierung der betroffenen Extremität 

Kontraindikationen

  • Schienung der benachbarten Gelenke (bei Knochverletzung) oder Knochen (bei Gelenksverletzung) ist nicht möglich.
  • Zug-Gegenzug kann nicht durchgeführt werden

Benötigtes Material

  • Aluminiumkernschienen (SamSplint)

oder 

  • Vakuumschiene (Arm-/Bein)
  • Vakuummatratze

Durchführung

#Variante - Aluminiumkernschiene
Nr. Maßnahme/Handlung
1 Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:e Sanitäter:in führt Zug-Gegenzug im betroffenen Bereich durch. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

4

Vorformen der Schiene

 

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5

Anpassen der Länge und Form an der unverletzten Extremität. Die Kanten werden hochgefaltet und die Schiene in eine Rinnenform gebracht (Steifigkeit).

 

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6

Die Schiene, unter aufrechtem Zug-Gegenzug, an der verletzten Körperregion anlegen und fixieren (Peha-Haft).

 

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7

MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

8

Zusätzlich kann der Arm in einem Armtragetuch fixiert werden.

 

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#Variante - Vakuumschiene
Nr.Maßnahme/Handlung
1Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:e Sanitäter:in führt Zug-Gegenzug im betroffenen Bereich durch. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

4

Vorformen der Schiene

 


Erläuterungen

Im Mittelpunkt steht die adäquate Blutstillung um eine Lebensbedrohung zu bannen. 

Aluminiumkernschienen

  • Das Schienungsmaterial besteht aus einem Aluminiumkern und ist mit Schaumstoff umkleidet. Die Schiene ist röntgendurchlässig und temperaturunabhängig.
  • Der Anwendungsbereich beschränkt sich v. a. auf die Schienung (Ruhigstellung) im Unterarm- und Handbereich. Andere Schienungsmöglichkeiten für Extremitäten können laut Bedienungsanleitung durchgeführt werden.

 Vakuumschienen

  • Die Abbindung bleibt ausnahmslos bis zur Versorgung im Krankenhaus geschlossen.
  • Die Anlage eines Tourniquets zur Abbindung ist für den/die Patienten/Patientin sehr schmerzhaft. Dennoch ist die Abbindung konsequent durchzuführen, da der Blutverlust eine Lebensbedrohung für den/die Patient:in darstellt.

Quellenangaben

  • ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
  • LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage

Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum

Version

Kürzel Datum Info
Version SCOPMNOE 24.0 06/2024 Ursprungsversion

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