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Rettungsband [Massnahmenb]

 

Indikationen

  • Achsengerechte Rettung (primär aus PKW/LKW)

Therapieziel

  • Schonende Rettung des/der Patient:in

Kontraindikationen

  • schnelle Rettung (Crash-Rettung) ist notwendig (z. B. Atem-Kreislauf-Stillstand)

Benötigtes Material

  • Rettungsband

Durchführung

#Variante - Aluminiumkernschiene (Arm)
Nr. Maßnahme/Handlung
1 Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:eVerletzte:n Sanitäter:inüber führtMaßnahme Zug-Gegenzugaufklären imund betroffenenEinverständnis Bereich durch. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.einholen

4

VorformenHWS-Immobilisation der(Stifneck) Schiene

vorbereiten

und

sachgemäß

IMG_6634.JPGanlegen

5

AnpassenSanitäter:in A: Befindet sich hinter der Längebetroffenen Personen (z.B. Rücksitzbank) und Formstabilisiert anden der unverletzten Extremität. Die Kanten werden hochgefaltetKopf und diehält Schieneihn in eineeiner Rinnenformachsengerechten gebracht (Steifigkeit).

 

IMG_6628.JPG

 

IMG_6632.JPGNeutralposition

6

DieSanitäter:in Schiene,B: Lagerungshilfe (Fahrtrage und Spineboard / alternativ: Schaufeltrage) vorbereiten. Rettungsband wird mittig in Höhe des Kehlkopfes über der HWS-Schiene angesetzt. Rettungsband wird von beiden Seiten um den Hals der Person gewickelt, so dass beide Enden wieder nach vorne schauen. Enden des Rettungsband werden unter aufrechtemdie Zug-Gegenzug,Achseln andes/der Betroffenen gezogen und in Höhe der verletztenSchulterblätter Körperregion anlegen und fixieren (Peha-Haft).

 

IMG_6639.JPGzusammengeführt.

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MDSSanitäter:in KontrolleA: derLässt betroffenenden Extremität.Kopf los und übernimmt beide Enden des Rettungsbandes

8

ZusätzlichSanitäter:in B: Schaufeltrage/Spineboard wird auf den Sitz des Fahrzeugs gelegt und soweit wie möglich unter den Oberschenkel des/der Betroffene:n geschoben und gehalten

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Sanitäter:in A übergibt das Rettungsband unter Zug an Sanitäter:in B. Die Ende des Rettungsbandes werden als ‚Griffe‘ verwendet. Patient:in vorsichtig auf die Lagerungshilfe drehen. Oberkörper des/der Betroffene:n auf der Lagerungshilfe ablegen. Sanitäter:in A unterstützt die Maßnahme.

10

Patient:in vorsichtig vollständig auf die Lagerungshilfe schieben und sichern.

-

Bei Möglichkeit kann derdie ArmMaßnahme indurch einemweitere Armtragetuchgeeignete fixiertHelfer:innen unterstützt werden.

 

IMG_6654.JPG

 


#Variante - Vakuumschiene (Bein)
Nr.Maßnahme/Handlung


1Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:e Sanitäter:in führt mittels Stiefelgriff Zug-Gegenzug (wird durch das Körpergewicht des/der Patient:in gewährleistet) durch. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

 

IMG_6675.JPG

4

Der/Die andere Sanitäter:in zieht die Vakuumschiene unter das betroffene Bein.

5

Vorhandene Gurte oder Verschlüsse von unten (Fuß) nach oben schließen. Hat die Vakuumschiene keine Grifföffnung, damit der Stiefelgriff nach dem Schließen weitergehalten werden kann, dann übernimmt der/die Sanitäter:im das Bein im Stiefelgriff über der Vakuumschiene.

 

IMG_6678.JPG

6

Fixieren der Gurte/Verschlüsse für eine optimale Passform. Eine Bewegung im Bereich des Sprunggelenks des verletzten Beins sollte kaum mehr möglich sein.

IMG_6689.JPG

7

Absaugung der Vakuumschiene. Zunächst mit weniger Sog beginnen um ggf. noch Anpassungen durchführen zu können. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

 

IMG_6708.JPG


Erläuterungen

Jede ManipulationM

an

 einer

verletzen

Spezifische ExtremitätAngaben/Anforderungen istdes nurHerstellers untersind Zugzu beachten und Gegenzug durchzuführen. Vor und nach der Ruhigstellung bzw. Schienung sind Motorik, Durchblutung und Sensibilität (MDS) der betroffenen ExtremitätBedienungsanleitung zu prüfen.

Aluminiumkernschienen

  • Das Schienungsmaterial besteht aus einem Aluminiumkern und ist mit Schaumstoff umkleidet. Die Schiene ist röntgendurchlässig und temperaturunabhängig.
  • Der Anwendungsbereich ist primär die Schienung (Ruhigstellung) im Unterarm- und Handbereich. Andere Schienungsmöglichkeiten ("Zuckerzange") für Extremitäten können laut Bedienungsanleitung durchgeführt werden.

Vakuumschienen

  • Mit der Vakuumschiene können Verletzungen bis hinauf zum Kniegelenk immobilisiert werden. Bei Verletzungen des Oberschenkels muss die Vakuummatratze (zusätzlich kann eine Deckenrolle zwischen den Beinen zur Anwendung gebracht werden) verwendet werden. Eine Schienung mit einer Beinschiene erfüllt nicht die Kriterien der Schienung der benachbarten Gelenke.

  • Vakuum-Armschienen können sinngemäß zur Beinschiene angelegt werden.

entnehmen.

Quellenangaben

  • ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
  • LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage
  • PHTLS: Prehospital Trauma Life Support, Neunte Edition

Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum

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