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Spineboard [Maßnahmenb]

Indikationen

  • Rettung
  • Transfer
  • Immobilisation 

Therapieziel

  • Rettung/Transfer des Patienten/der Patientin 
  • Ganzkörperimmobilisation

Kontraindikationen

  • Ressourcenmangel (für die Rettung und Ganzkörperimmobilisation sind mindestens drei PersonenAnwender:innen erforderlich)
  • Beckenfraktur (wenn Verbringung auf das Spineboard mittels Drehen erfolgt)
  • Oberschenkelfraktur / instabile Frakturen (wenn Verbringung auf das Spineboard mittels Drehen erfolgt)
  • Lange Transportzeiten (Zeit am Spineboard >30min)
  • Bekanntes Risiko für Dekubitus

Benötigtes Material

  • Spineboard
  • Gurtensystem (Spinnen-Gurte, Speed-Clips)
  • Kopffixierung (Headblocks)

Durchführung

 
#Variante - Aluminiumkernschiene (Arm)Rückenlage
Nr. Maßnahme/Handlung
1 Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:e Sanitäter:in führt Zug-Gegenzugeine imManuelle betroffenenIn-Line-Stabilisierung Bereich(MILS) durch. MDSWenn Kontrolleein Stifneck angelegt ist, wird der betroffenenKopf/die Extremität.Halswirbelsäule zusätzlich durch die MILS Anwendung stabilisiert.

4

VorformenZwei Sanitäter:innen positionieren sich seitlich von dem/der Schiene

 

IMG_6634.JPGPatient:in.

5

AnpassenDas Spineboard wird auf der Längegegenüberliegenden undSeite Formpositioniert. anDas untere Ende soll auf Höhe des Knies des Patienten/der unverletztenPatientin Extremität.zu Dieliegen Kanten werden hochgefaltet und die Schiene in eine Rinnenform gebracht (Steifigkeit).

 

IMG_6628.JPG

 

IMG_6632.JPGkommen.

6

Der/Die Schiene,Sanitäter:in, unterwelche:r aufrechtemsich Zug-Gegenzug,im anBereich des Thorax/Abdomen des Patienten/der verletztenPatientin Körperregionbefindet, anlegengreift unddie fixierengegenüberliegende (Peha-Haft).Schulter sowie den Oberschenkel.

 

IMG_6639.JPGDer/Die Sanitäter:in, welche:r sich im Bereich des Beckens/Oberschenkels des Patienten/der Patientin befindet, greift im Bereich der gegenüberliegenden Hüfte sowie des Knies.

 

Ein Überkreuzen der Arme, der beiden Sanitäter:innen im Bereich des Beckens/der Hüfte des Patienten/der Patientin ist hierzu notwendig.

7

MDSAuf KontrolleKommando des Sanitäters/der betroffenenSanitäterin Extremität.am Kopf wird der/die Patient:in durch die weiteren zwei Sanitäter:innen um 90Grad gedreht.

8

Zusätzlich kann der Arm in einem Armtragetuch fixiert werden.

 

IMG_6654.JPG


#Variante - Vakuumschiene (Bein)Bauchlage
Nr. Maßnahme/Handlung
1 Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen
2

Material vorbereiten

3

Ein:e Sanitäter:in führt mittels Stiefelgriff Zug-Gegenzug (wird durch das Körpergewicht des/der Patient:in gewährleistet) durch. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

 

IMG_6675.JPG

4

Der/Die andere Sanitäter:in zieht die Vakuumschiene unter das betroffene Bein.

5

Vorhandene Gurte oder Verschlüsse von unten (Fuß) nach oben schließen. Hat die Vakuumschiene keine Grifföffnung, damit der Stiefelgriff nach dem Schließen weitergehalten werden kann, dann übernimmt der/die Sanitäter:im das Bein im Stiefelgriff über der Vakuumschiene.

 

IMG_6678.JPG

6

Fixieren der Gurte/Verschlüsse für eine optimale Passform. Eine Bewegung im Bereich des Sprunggelenks des verletzten Beins sollte kaum mehr möglich sein.

IMG_6689.JPG

7

Absaugung der Vakuumschiene. Zunächst mit weniger Sog beginnen um ggf. noch Anpassungen durchführen zu können. MDS Kontrolle der betroffenen Extremität.

 

IMG_6708.JPG


Erläuterungen

JedeVerschiedene ManipulationRettungsdienstorganisationen ansowie einerinternationale verletzenSpezialkurse Extremitätim ist nur unter Zug und Gegenzug durchzuführen. Vor und nachBereich der Ruhigstellung bzw. Schienung sind Motorik, Durchblutung und SensibilitätTraumaversorgung (MDS)PHTLS, ITLS,…) konstatieren teilweise unterschiedliche Techniken der betroffenenVerbringung Extremitätvon zuPatient:innen prüfen.

auf

Aluminiumkernschienen

das
    Spineboard.
  • DasGrundsätzlich Schienungsmaterialsteht bestehtes ausden einemAnwender:innen Aluminiumkernfrei, undwelche ist mit Schaumstoff umkleidet. Die Schiene ist röntgendurchlässig und temperaturunabhängig.
  • Der Anwendungsbereich ist primär die Schienung (Ruhigstellung) im Unterarm- und Handbereich. Andere Schienungsmöglichkeiten ("Zuckerzange") für Extremitäten können laut BedienungsanleitungVariante durchgeführt werden.
  • wird,
wichtig

Vakuumschienen

ist,
    dass
  • eine

    Mitkonstante Stabilisierung der VakuumschieneHalswirbelsäule könnensowie Verletzungenein bisachsengerechtes hinaufDrehen zumerfolgen. KniegelenkEbenso immobilisiertist werden.darauf Beizu Verletzungenachten, des Oberschenkels mussdass die Vakuummatratzevorgesehene (zusätzlichTechnik kannvon eineallen DeckenrolleTeammitglieder:innen zwischenbeherrscht den Beinen zur Anwendung gebracht werden) verwendet werden. Eine Schienung mit einer Beinschiene erfüllt nicht die Kriterien der Schienung der benachbarten Gelenke.wird.

  • Bei 

  • Vakuum-Armschienen können sinngemäß zur Beinschiene angelegt werden.

Quellenangaben

  • ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
  • LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage

Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum

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