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Sauerstoffinsufflation

Indikationen

  • Zyanose, schwere Atemnot, drohende Ateminsuffizienz
  • SpO2 Sättigung unter <94% / <90% bei COPD/ACS
  • Erkrankung/Verletzung mit Indikation zur O2-Gabe (z.B. Tauchunfall)
  • Fortführung einer Langzeit-Sauerstofftherapie

Therapieziel

  • Besserung der Atemnot
  • Anstieg der SpO2 Sättigung auf 94%-98%

Kontraindikationen

  • Im Notfall keine 
  • Erkrankung/Verletzung ohne Indikation zur O2-Gabe (z.B. Hyperventilationstetanie)

Achtung

  • Sicherheitshinweise zur Anwendung von Sauerstoff beachten 

Benötiges Material

  • O2-Flasche mit Druckminderer und Verbindungsschlauch
  • O2-Maske mit Reservoir / O2-Nasenbrille
  • nach Bedarf: Verneblermaske, Beatmungsbeutel
  • Pulsoxymeter

Durchführung

O2-Maske (mit Reservoir)
Nr. Maßnahme/Handlung
1

Die Sauerstoffmaske wird aus der Verpackung genommen und der Anschlussschlauch wird vollständig abgewickelt.

 

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2 Der Anschlussschlauch wird am Sauerstoffanschluss befestigt.
3 Das Flaschenventil wird geöffnet und die Abgabemenge eingestellt.
4

Je nach Produkt füllt sich nun der Reservoirbeutel (bei einer Abgabemenge von 15 l/min O₂) von selbst oder muss laut Herstellerangabe gefüllt werden.

 

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5

Sobald Sauerstoff in die Maske strömt, wird die Maske über Mund und Nase des Patienten/der Patientin gesetzt. Der Nasenclip wird angeformt. Die Gummibänder werden gestrafft, sodass die Sauerstoffmaske dicht an der Haut aufliegt.

 

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6 Bei der Ein- und Ausatmung sollte die Maske nun innen beschlagen.
#

Fehlermanagement: 

Sollte die Anlage der Sauerstoffmaske von Patient:innen nicht toleriert werden, oder die Sauerstoffmaske nicht auf das Gesicht passen (z. B. bei Kindern) dann kann die Sauerstoffmaske auch von den Sanitäter:innen, dem/der Patient:in selbst oder von Angehörigen vor das Gesicht gehalten werden („Sauerstoffdusche”).

 

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O2-Nasenbrille
Nr. Maßnahme/Handlung
1 Absprache mit Patient:in über die vorgegebene Abgabemenge der Langzeit-Therapie. 
2 Die Nasenbrille wird aus der Verpackung genommen und der Anschlussschlauch wird vollständig abgewickelt. Bei Bedarf kann eine bereits vorhandene Nasenbrille des Patienten / der Patientin verwendet werden.
3 Der Anschlussschlauch wird am Sauerstoffanschluss befestigt.
4 Das Flaschenventil wird geöffnet und die Abgabemenge eingestellt.
5

Sobald Sauerstoff durch die Nasenbrille strömt, werden die Auslassöffnungen in die Nasenlöcher gebracht.

 

000 Sauerstoff Nasenbrille.00_00_01_14.Standbild001.jpg

6

Die Sauerstoffschläuche werden hinter die Ohren geführt. Unter dem Kinn wird der verstellbare Clip so
positioniert, dass die Schläuche gut sitzen und die Auslassöffnungen in der Nase nicht verrutschen können.

 

000 Sauerstoff Nasenbrille.00_00_10_05.Standbild003.jpg

Erläuterungen

Sauerstoff (O₂) wird in Druckgasflaschen komprimiert und verdichtet geliefert. Um Sauerstoff dosieren zu können befinden sich Druckminderer auf der Flasche welche fest verbaut oder tauschbar sind. An diesen kann die Abgabemenge eingestellt werden. Zusätzlich kann man auf einem Druckminderer den aktuellen Druck in der Flasche ablesen.

Sicherheitshinweise

Sauerstoff ist stark verbrennungsfördernd. Deshalb: kein Rauchen, keine offenen Flammen, Abstand zu Hitzequellen, keine öligen oder fetthaltigen Produkte an Händen, Gesicht oder Material. Sauerstoffflaschen gegen Umfallen sichern. 

Berechnung Gasvorrat/Abgabedauer

Berechnung des Gasvorrats
Rauminhalt der Flasche in Liter x Inhaltsdruck in Bar = Gasvorrat in Liter
(z.B.: 10 Liter RauminhaltFlasche x 120 bar Inhaltsdruck = 1.200 Liter Sauerstoff)

Berechnung der Abgabedauer
Gasvorrat in Liter / Abgabemenge (Liter/Minute) = Abgabedauer in Minute
(z.B. 1.200 Liter Gasvorrat / 15l/min = 80 Minuten)

 

Quellenangaben

  • ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
  • Samariterbund Österreich, OSCE - Sauerstoffgabe mittels Sauerstoffbrille

Version

Kürzel Datum Info
Version SCOPMNOE 24.0 05/2026 Ursprungsversion

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