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Begleitung der normalen Geburt und Versorgung des vitalen Neugeborenen

Indikationen

  • einsetzende Geburt

Benötigtes Material

  • Geburtenpaket

Durchführung

Nr. Maßnahme/Handlung
1

Die Mutter und ggf. die Geburtspartner:in kontinuierlich informieren, begleiten und Sicherheit vermitteln.

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Geburtenunterlage entnehmen und unter das Becken der Gebärenden legen.

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Wehenbegleitung: Die Gebärende währendsoll dersich Kontraktionenvon zumihrem Presseneigenen anleiten.Pressdrang leiten lassen. Das Vor- und Zurückweichen des kindlichen Kopfes ist normal und ein Zeichen, dass die Austreibungsphase begonnen hat.

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Bleibt der Kopf in der Wehenpause dauerhaft am Damm sichtbar, die Gebärende aktiv zum Hecheln/Durchatmen anleiten, um eine zu schnelle Geburt zu vermeiden.

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Ist der Kopf geboren, das Gesicht mit einem Tupfer vorsichtig abwischen. Es ist normal, dass es einige Presswehen dauert, bis der restliche Körper geboren wird.

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Falls sich die Nabelschnur um den Hals des Babys gewickelt hat:

  • Lockere Umschlingung: Das Baby kann in der Regel problemlos mit der Nabelschnur um den Hals geboren werden. Alternativ die Nabelschnur mit sanftem Zug vorsichtig über den Kopf des Babys streifen, um sie zu lösen.
  • Feste Umschlingung:
    • Die Mutter dazu ermutigen, weiter zu pressen, um die Geburt voranzutreiben.
    • Nabelschnur nicht durchtrennen: sie ist die einzig verbleibende Sauerstoffquelle.
    • Extrem selten: Nur, wenn die Nabelschnur so gewickelt ist, dass sie die Geburt blockiert und den Austritt des Kindes verhindert, muss sie durchtrennt werden. Das ist die Ultima Ratio und nur durchzuführen, wenn die Geburt tatsächlich unmöglich ist.
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Der vollständige Austritt des Körpers ist die Geburtszeit. Stoppuhr starten und Zeitpunkt notieren (lassen).

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Das Fruchtwasser in Seitenlage abfließen lassen.

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Neugeborenes beurteilen:

  • Muskeltonus kräftig
  • Atmung gut erkennbar
  • Herzfrequenz ≥ 100 (auskultieren)

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  • gut adaptiertes (vitales) Neugeborenes -> hier weitermachen
  • schlecht adaptiertes (nicht vitales Neugeborenes) -> Neugeborenenreanimation - klicke hier für BLL
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Das Baby sofort nach der Geburt gründlich abtrocknen, dabei besonderes Augenmerk auf den Kopf legen. 

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feuchtes Tuch entfernen, Baby in trockenes Tuch wickeln und Kopf bedecken

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Wenn Mutter und Kind wohlauf sind, das nackte Baby (mit bedecktem Kopf) direkt auf die nackte Brust der Mutter legen (Haut-zu-Haut-Kontakt) und beide gemeinsam mit einer warmen Decke zudecken.

 

Unterstütze die Mutter, sodass sie stillen kann, wenn sie möchte. Stillen fördert zusätzlich die Geburt der Plazenta und kann möglicherweise das Risiko für postpartale Blutungen reduzieren.

15 Beine nicht überkreuzen (die Lagerung nach Fritsch ist erst nach der Geburt der Plazenta indiziert!)
16 Geburt der Plazenta nicht abwarten - Transport einleiten

Quellenangaben

Ambulance Victoria: Clinical Practice Guidelines

Bundesverband Ärztliche Leitung Rettungsdienst Deutschland e.V.: Pyramidenprozess III, Ungeplante außerklinische Geburtsbegleitung

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG), Deutsche Gesellschaft für Hebammenwissenschaft e.V. (DGHWi), Österreichische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG): S3-Leitlinie "Die vaginale Geburt am Termin"

European Resuscitation Council Guidelines 2025: Newborn Resuscitation and Support of Transition of Infants at Birth

Joint Royal Colleges Ambulance Liasion Committee UK, Clinical Guidelines (2022)

Österreichisches Rotes Kreuz, Sanitäter:innen-Ausbildung (2026)

Uvnäs-Moberg, K. (2023). The physiology and pharmacology of oxytocin in labor and in the peripartum period. American Journal of Obstetrics and Gynecology, 230(3S), S740–S758. https://doi.org/10.1016/j.ajog.2023.04.011

Williams B, Ross L. Paramedic Principles and Practice: A Clinical Reasoning Approach. 2. Aufl. Chatswood: Elsevier Australia (2021)

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