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Atem-Kreislauf-Stillstand (ALS)

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Defibrillation

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 Defi 1.jpg

Nach 3 Schocks Umplatzieren der Defibrillator-Pads in antero-posteriore Position.

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Defibrilator-Padpositionen


ROTBLAU
Antero-LateralAnterior unter dem rechten Schlüsselbein, über der rechten Brustwarze, rechts vom Sternum.Lateral unterhalb der linken Achselhöhle in der mittleren Axillarlinie.
Antero-PosteriorPosterior links von der Wirbelsäule unter dem Schulterblatt.Anterior links vom Sternum.

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Weitere RM erforderlich?

Bei einer laufenden Reanimation müssenmüssen Advanced-Life-Support-MaßnahmenMaßnahmen so rasch wie möglichmöglich eingeleitet und kontinuierlich aufrechterhalten werden. Um dies sicherzustellen, sind neben einem Notfallsanitäter:Notfallsanitäter:in-NKV mindestens 2 weitere Sanitäter:Sanitäter:innen notwendig. Die Nachforderung weiterer Rettungsmittel muss frühzeitigfrühzeitig geprüftgeprüft werden.

Bei komplexeren Reanimationssituationen (eCPR, besondere Umstände,Umstände, Trauma,...) muss die PersonalstärkePersonalstärke entsprechend erhöhterhöht werden.

MöglicherMöglicher eCPR-Patient

Im ersten Schritt geht es darum, die Leitstelle darüberdarüber zu informieren, dass der Patient vermutlich fürfür eine eCPR geeignet ist. Dabei ist es nicht ausschlaggebend, in welcher Region die Reanimation stattfindet. Die dadurch einzuleitenden MaßnahmenMaßnahmen (Nachforderung spezieller Notarztmittel usw.) obliegt dann der Leitstelle. 

Einschlusskriterien eCPR - UniversitätsklinikumUniversitätsklinikum St. PöltenPölten

Alle Fragen mit "ja" beantwortet -> Kontakt eCPR UK St. PöltenPölten herstellen

  • beobachtetes Kollapsgeschehen
  • Alter unter 65 Jahre
  • Beginn Laien-CPR bzw. No Flow unter 5 Minuten
  • IInitialer Rhythmus schockbar oder PEA mit HF > 50/min 
  • KEINE fortgeschrittenen KomorbiditätenKomorbiditäten
  • Pupillen NICHT entrundet
  • etCO2 überüber 10 mmHg währendwährend CPR
  • Eintreffen Klinik innerhalb von 60 Minuten nach Kollaps möglichmöglich

Einschlusskriterien eCPR - AKH Wien

Alle Fragen mit "ja" beantwortet -> Kontakt eCPR AKH Wien herstellen

  • Reversible Ursache vermutet
  • Keine limitierende Erkrankung
  • Eintreffen im KH innerhalb von 40 Minuten
  • Beobachteter Kreislaufstillstand
  • Laien-CPR oder Eintreffen RD am Berufungsort < 5 Minuten
  • Schockbarer Erstrhythmus oder PEA > 50/min
  • Alter < 70 Jahre
  • hochwertige Herzdruckmassage währendwährend Transport möglichmöglich (mechanische Reanimationshilfe)
Kontinuierlich reversible Ursachen suchen und behandeln
  • Hypoxie
  • Hypovolämieypovolämie
  • Hypo-/HyperkalämieHyperkalämie (metabolische Entgleisungen)
  • Hypo-/Hyperthermie
  • Herzbeuteltamponade
  • Intoxikation
  • Thrombose (koronar oder pulmonal)
  • Spannungspneumothorax

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WährendWährend der Reanimation

  • Sichere eine optimale Platzierung der Defibrillator-Pads

  • Gib Sauerstoff

  • FühreFühre kontinuierliche Thoraxkompressionen durch, wenn ein Endotrachealtubus oder ein supraglottischer Atemweg vorhanden ist

  • Verwende Kapnografie mit Kurvenverlauf

  • Minimiere Unterbrechungen der Thoraxkompressionen

  • Lege frühzeitigfrühzeitig einen intravenösenintravenösen Zugang (intraossär,intraossär, wenn IV nicht möglich)möglich)

ErwägeErwäge

  • Mechanische Thoraxkompressionen zur Erleichterung des Transports oder der Behandlung

  • Ultraschall, um reversible Ursachen zu identifizieren

  • Extracorporale CPR sowie ggf. Koronarangiografie / perkutane Koronarintervention

Therapieziel

Wiederkehr des Spontankreislaufes mit möglichstmöglichst wenig FolgeschädenFolgeschäden

Besondere UmständeUmstände

Bewusstsein durch CPR (ohne ROSC)
  • Bewusstsein unter WiederbelebungsmaßnahmenWiederbelebungsmaßnahmen (ohne ROSC) ist selten, wird jedoch zunehmend berichtet. Helfer könnenkönnen die Verwendung von Sedativa oder Analgetika (oder beidem) in geringen Dosen in Betracht ziehen, um Schmerzen und Leiden bei Patienten zu vermeiden, die währendwährend der Wiederbelebung bei Bewusstsein sind.
  • Bewusstseinsklaren Patienten dürfendürfen nicht nur Muskelrelaxantien verabreicht werden. 

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Hypothermie
KörpertemperaturKörpertemperatur
mit Temperatursonde
Defibrillation Adrenalin eCPR
<30° 30°C Max. 3 Schocks bis >30° 30°C Max. 1mg bis >30° 30°C JA
30 - 35°35°C Alle 2 Min.Min 1mg1 mg alle 8 Min.Min JA
>35° 35°C Alle 2 Min.Min 1mg1 mg alle 4 Min.Min Nach Protokoll
  • ÜberprüfenÜberprüfen Sie bei bewusstlosen unterkühltenunterkühlten Patienten bis zu einer Minute lang die Vitalfunktionen.
  • Messen Sie die Kerntemperatur mit einem Niedrigtemperatur Thermometer (Corpuls Temperatursonde), um eine akzidentelle Hypothermie zu diagnostizieren. 
  • Verlegen Sie unterkühlteunterkühlte Patienten mit dem Risiko eine Kreislaufstillstand und Patienten mit Kreislaufstillstand zur WiedererwärmungWiedererwärmung direkt in ein Zentrum fürfür extrakorporale kardiopulmonale Reanimation (eCPR).
  • Wenn eine sofortige oder kontinuierliche CPR nicht möglichmöglich ist dürfendürfen Sie bei unterkühltenunterkühlten Patienten mit einer Kerntemperatur unter 28 °28 °C die Wiederbelebung verzögernverzögern oder eine intermittierende Wiederbelebung anwenden.
  • Verschieben Sie weitere Defibrillationsversuche, wenn nach drei Schocks weiterhin Kammerflimmern (VF) besteht, bis die Kerntemperatur > 30 °30 °beträgt.beträgt.
  • Unter 30 °30 °C reichert sich Adrenalin an und kann mehr schädlicheschädliche als positive Wirkungen haben. Geben Sie deshalb nur einmalig 1 1 mg Adrenalin i.v., um einen ROSC zu ermöglichen,ermöglichen, es sei denn, sie planen direkt die Einleitung einer eCPR. VerlängernVerlängern Sie die Dosierungsintervalle fürfür Adrenalin auf 6–6–10 Minuten, wenn die Kerntemperatur 30–35 °30–35 °C beträgt.beträgt.
  • Planen Sie den Einsatz mechanischer CPR, wenn der Transport längerlänger dauert oder das GeländeGelände Schwierigkeiten bereitet.
  • Beginnen Sie mit anderen WiedererwärmungstechnikenWiedererwärmungstechniken ein, wenn ein eCPR-Zentrum nicht innerhalb einer angemessenen Zeit (z.B. 6 Stunden) erreicht werden kann. 
Traumatischer Kreislaufstillstand

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  • Der traumatische Kreislaufstillstand (TCA) unterscheidet sich vom Kreislaufstillstand aufgrund medizinischer Ursachen; dies spiegelt sich im Behandlungsalgorithmus wider.
  • Die Reaktion auf einen traumatischen Kreislaufstillstand ist zeitkritisch und der Erfolg hängthängt von einer gut etablierten Rettungskette ab, einschließlicheinschließlich einer gezielten präklinischenpräklinischen Versorgung und einer spezialisierten Versorgung im Traumazentrum.
  • Eine frühzeitigefrühzeitige und aggressive Behandlung reversibler Ursachen (z.B. Blutstillung, Atemwegsmanagement, Thoraxdekompression) ist fürfür das ÜberlebenÜberleben von entscheidender Bedeutung.
  • Ultraschall hilft bei der Identifizierung der Ursache des Kreislaufstillstands und leitet die Wiederbelebungsmaßnahmen.Wiederbelebungsmaßnahmen.
Kreislaufstillstand in der Schwangerschaft
  • Bei jeder kollabierten Frau im gebärfähigengebärfähigen Alter soll eine Schwangerschaft in Betracht gezogen werden.
  • Beim Kreislaufstillstand einer Schwangeren sind spezifische ErgänzungenErgänzungen zum allgemeinen ALS-Algorithmus zu beachten.
  • Entlasten Sie eine aortokavale Kompression so frühfrüh wie möglichmöglich und halten Sie sie währendwährend der gesamten Reanimation aufrecht. Aufgrund praktischer ErwägungenErwägungen wird bei einem Kreislaufstillstand der Mutter eine
  • manuelle Verlagerung der GebärmutterGebärmutter nach links empfohlen.
  • Suchen Sie zusätzlichzusätzlich zu den 4Hs und HITS nach schwangerschaftsspezifischen Ursachen fürfür den Kreislaufstillstand: Diese 4Ps sind Prä-Prä-Eklampsie und Eklampsie, puerperale Sepsis, Plazenta- und Uteruskomplikationen sowie peripartale Kardiomyopathie.
  • Die Reanimationshysterotomie ist ein zeitkritischer Eingriff. Die Vorbereitung fürfür den Eingriff soll frühfrüh erfolgen.
  • Die Reanimationshysterotomie soll so schnell wie möglichmöglich am Ort des Kreislaufstillstands von einem erfahrenen Team durchgeführtdurchgeführt werden.

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Quellenangaben

ERC-Guidelines 2025: Adult Advanced Life Support

ErläuterungenErläuterungen
  • Die Behandlungsleitlinie ist in dieser (oder sehr ähnlicher)ähnlicher) Form international üblichüblich fürfür ALS-Personal.
  • Die Behandlungsleitlinie entspricht der aktuellen wissenschaftlichen Empfehlung fürfür die Reanimation (ERC-Guidelines).
  • Die Drei-Schock-Strategie bei beobachtetem Einsetzen von Kammerflimmern ist gem. aktueller ERC-Guidelines nur bei manueller Defibrillation empfohlen. Im AED-Modus ist sie nicht empfohlen, weil die Pausen zwischen den Schocks zu lange wären.wären.
  • WährendWährend der Analysephase mit dem Corpuls3 ist keine Herzdruckmassage durchzuführen.durchzuführen. Vom GerätGerät wird die Sprachausgabe Patient nicht berühren“berühren“ ausgegeben. Zeitgleich zur Analysephase beginnt bereits im Hintergrund das Hochladen zur evt. Schockabgabe.
    Wird ein schockbarer Rhythmus festgestellt, wird zeitnahe nach Beginn der Analyse ein Schock vorbereitet. Bei weiteren Herzdruckmassage könntekönnte sich auf Grund der Artefaktbildung die Schockabgabe verzögern.verzögern.

    Wird ein nicht-schockbarer Rhythmus festgestellt, entlädtentlädt der Corpuls 3 die geladene Energie wieder.

Version
Version BLLNOE 24.1

12/2025

Design geändert,geändert, eCPR hinzugefügt,hinzugefügt, Defibrillationsvektor ändernändern hinzugefügt,hinzugefügt, Besondere UmständeUmstände hinzugefügthinzugefügt

Version BLLNOE 24.0.3

09/2025

Einschlusskriterien eCPR UniversitätsklinikumUniversitätsklinikum St. PöltenPölten aktualisiert

Version BLLNOE 24.0.2

03/2025

ÄnderungÄnderung Darstellung Klappboxen

Version BLLNOE 24.0.1

12/2024

ErläuterungenErläuterungen hinzugefügthinzugefügt

Version BLLNOE 24.0

06/2024

Darstellung nach neuem Designkonzept

Version 1.1 12/2021 Ursprungsversion

    Keine GewährleistungGewährleistung fürfür ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!