Atem-Kreislauf-Stillstand (BLS) (Kinder)

(1) Hole Hilfe
Bei einer laufenden Reanimation müssen Advanced-Life-Support-Maßnahmen so rasch wie möglich eingeleitet und kontinuierlich aufrechterhalten werden. Um dies sicherzustellen, sind ein Notarztmittel und weitere Sanitäter:innen zur Unterstützung notwendig. Die Nachforderung eines Notarztmittels muss frühzeitig erfolgen - ebenso soll die Anforderung weiterer Rettungsmittel (RTW, RTW-C), welche mit Advanced-Life-Support (ALS) Personal (NFS/NKx) besetzt sind, rasch geprüft werden.
(2) Keine eindeutigen Lebenszeichen feststellbar
Sanitäter:innen achten während und anschließend an die 5 initialen Beatmungen auf eindeutige Lebenszeichen. Bei Unsicherheit kann eine erneute Beurteilung der Atmung durchgeführt werden. Bei fehlenden eindeutigen Lebenszeichen wird sofort mit der Wiederbelebung 15:2 begonnen
(3) AED anbringen
Sicherheitshinweise
- Haut frei (ggf. rasiert) und trocken
- Richtige Position, Herstellerangaben beachten
- Kein Kontakt zu Metall / Implantaten / Piercings
- Elektroden dürfen sich nicht berühren
Indikationen
- Kammerflimmern (VF)
- Pulslose ventrikuläre Tachykardie (pVT)
Therapieziel
- Wiederherstellung eines normalen Herzrhythmus
- Erreichen einer ausreichenden Pumpleistung des Herzens
Kontraindikationen
- keine
Sicherheitshinweise
- Haut frei (ggf. rasiert) und trocken
- Richtige Position, Herstellerangaben beachten
- Kein Kontakt zu Metall / Implantaten / Piercings
- Elektroden dürfen sich nicht berühren
Benötigtes Material
- Halbautomatischer Defibrillator
Durchführung
corpuls³
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
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| 1 | Reanimation nach BLL "Atem-Kreislauf-Stillstand" durchführen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2 |
Elektrodengröße auswählen
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| 3 |
Therapieelektrdoen antero-lateral (AL) aufkleben
In folgenden Situationen soll alternativ die antero-posteriore Position der Therapieelektroden erwogen werden:
Beachte: Bei der antero-posterioren Position der Therapieelektroden muss die rechte Elektrode (RA) auf dem Rücken und die linke Elektrode (LL) auf dem Brustkorb angebracht werden.
Defibrilator-Padpositionen
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| 4 |
Therapieelektroden fest andrücken |
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| 5 |
AED-Modus des Defibrillators starten |
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| 6 |
Defibrillationsenergie einstellen
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| 7 |
Rhythmusanalyse des Defibrillators starten Beachte: Die Herzdruckmassage soll möglichst erst unmittelbar vor der Analyse unterbrochen werden. |
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| 8 |
Analyse-/Ladephase des Defibrillators abwarten Achtung: Bei corpuls³ ist keine Herzdruckmassage während der Analyse-/Ladephase möglich! Erkennt der Notfallsanitäter einen eindeutig nicht schockbaren Rhythmus, muss die Analyse nicht vollständig abgewartet werden und die Herzdruckmassage kann sofort wieder begonnen werden. |
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| 9 |
Warnung an das Team: "ACHTUNG SCHOCK!" Patienten nicht berühren |
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| 10 | Schock auslösen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 11 | Herdruckmassage unmittelbar ohne Kreislaufkontrolle fortsetzen |
LIFEPAK CR2
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Reanimation nach BLL "Atem-Kreislauf-Stillstand" durchführen | |||||||||
| 2 |
AED-Modus des Defibrillators starten.
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| 3 |
Therapieelektrdoen antero-lateral (AL) aufkleben
In folgenden Situationen soll alternativ die antero-posteriore Position der Therapieelektroden erwogen werden:
Beachte: Bei der antero-posterioren Position der Therapieelektroden muss die rechte Elektrode (RA) auf dem Rücken und die linke Elektrode (LL) auf dem Brustkorb angebracht werden.
Defibrilator-Padpositionen
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| 4 |
Therapieelektroden fest andrücken |
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| 5 |
Rhythmusanalyse des Defibrillators starten Beachte: Die Herzdruckmassage soll möglichst erst unmittelbar vor der Analyse unterbrochen werden. |
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| 6 |
Analyse-/Ladephase des Defibrillators abwarten Achtung: Bei LIFEPAK CR2 ist keine Herzdruckmassage während der Analyse-/Ladephase möglich! |
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| 7 |
Warnung an das Team: "ACHTUNG SCHOCK!" Patienten nicht berühren |
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| 8 | Schock auslösen | |||||||||
| 9 | Herdruckmassage unmittelbar ohne Kreislaufkontrolle fortsetzen |
Quellenangaben
European Resuscitation Council Guidelines 2025 Paediatric Life Support
Corpuls 3 Gebrauchsanweisung
Lifepak CR2 Gebrauchsanweisung
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| Version SCOPMNOE 24.0 | 03/2026 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!
(4) Atemwegssicherung (BLS KInder)
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(5) Mithilfe bei weiterer Versorgung
Rettungssanitäter:innen sollen die Grundzüge der weiteren Versorgungsschritte durch Advanced-Life-Support (ALS) Personal (NFS/NKx/NA) kennen um bei der Versorgung adäquat unterstützen zu können. Ein Überblick über die Maßnahmen finden sich in der Behandlungsleitlinie Atem-Kreislauf-Stillstand (ALS).
Je nach Situation und Anzahl an anwesendem Personal kann es notwendig sein, dass Rettungssanitäter:innen unterschiedliche Aufgaben in der Zusammenarbeit mit ALS Personal übernehmen. Nachfolgend finden sich Elemente, welche regelhaft im Zuge von Atem-Kreislauf-Stillstand Versorgung vorkommen. In Abstimmung mit dem/der Teamleader:in soll nach Bedarf sowie nach persönlicher Kompetenz eine Unterstützung angeboten/durchgeführt werden.
CPR durchführen
Die Durchführung hochqualitativer Thoraxkompressionen ist ein essentieller Bestandteil der Versorgung und die durchführenden Sanitäter:innen sollten sich spätestens alle 2 Minuten abwechseln. Ein aktives Anbieten der Übernahme an den/die Teamleader:in, kann sinnvoll sein.
Unterstützung bei der Vorbereitung von i.v. Zugang und Medikamenten
Im Rahmen der ALS-Maßnahmen wird ein i.v. Zugang etabliert und an spezifischen Momenten werden Medikamente (Adrenalin/ Amiodaron) verabreicht. Rettungssanitäter:innen sollen dabei - im Rahmen der persönlichen Kompetenz - bei der Vorbereitung unterstützen. Der Zeitpunkt der Verabreichung der Medikamente hängt davon ab, ob es sich um einen schockbaren oder nicht-schockbaren Rhythmus handelt.
Bei nicht schockbarem Rhythmus werden i.v. Zugang sowie Adrenalin sofort benötigt. Das Adrenalin wird so früh wie möglich verabreicht und danach alle 4 Minuten (jede 2. Analyse) eine weitere Dosis wiederholt.
Bei schockbarem Rhytmus werden i.v. Zugang, Adrenalin sowie Amiodaron nach dem 3. Schock benötigt. Die Gabe von Adrenalin wir danach alle 4 Minuten (jede 2. Analyse) wiederholt. Ebenso wird nach dem 5. Schock nochmals Amiodaron in einer geringeren Dosierung gegeben.
Vorbereitung Adrenalin
Adrenalin 1:10.000 (L-Adrenalin®) | intravenös | Kinder
| Dosierung | 0,01 mg/kg KG (max 1 mg) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Art |
schockbarer Rhythmus: nach dem 3. Schock alle 3-5 Minuten nicht schockbarer Rhythmus: so früh wie möglich alle 3-5 Minuten |
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| Zubereitung | Bei Verwendung von L-Adrenalin® gilt: 0,1 ml/kg KG | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hilfestellung Dosierung |
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| Kontraindikationen | beim Atem-Kreislauf-Stillstand keine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nebenwirkungen | beim Atem-Kreislauf-Stillstand keine relevanten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwangerschaft/ |
Verabreichung möglich. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Vorbereitung Amiodaron
Amiodaron | intravenös | CPR | Kinder
| Dosierung |
nach dem 3. Schock: 5 mg/kg KG (max 300 mg) nach dem 5. Schock: 5 mg/kg KG (max 150 mg) |
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| Maximaldosis | 450 mg | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zubereitung | Nicht verdünnen Bei Verwendung von Amiodaron (50 mg/ml) gilt: 0,1 ml/kg KG |
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| Hilfestellung Dosierung |
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| Kontraindikationen | beim Atem-Kreislauf-Stillstand keine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nebenwirkungen | beim Atem-Kreislauf-Stillstand keine relevanten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schwangerschaft/ |
Verabreichung möglich. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Achtung
Der beschriebene Ablauf ist zur Übersicht und Unterstützung bei der Vorbereitung der Medikamente gedacht.
Eine eigenverantwortliche Durchführung/Verabreichung durch Rettungssanitäter:innen ist nicht erlaubt!
Unterstützung bei der erweiterten Atemwegssicherung (ALS)
Notfallsanitäter:innen sowie Notärzte/Notärztinnen legen einen großen Fokus auf eine effektive Beatmung. Dazu kann es notwendig sein das Atemwegsmanagement anzupassen und beispielsweise mit einer Beutel-Masken-Beatmung zu beginnen und erst im Verlauf ein anderes Atemwegsdevice zu verwenden. Genauso werden Notärzte/Notärztinnen frühzeitig eine endotracheale Intubation durchführen.
Als Rettungssanitäter:in ist es wichtig zu wissen, dass gegebenenfalls durch ALS Personal vom Standardablauf der Atemwegssicherung (BLS) abgewichen wird und im weiteren Verlauf Unterstützung angeboten werden soll, wo man - im Rahmen der persönlichen Kompetenz - mitwirken kann. Dies kann beispielsweise die Vorbereitung von Materialien oder das zwischenzeitliche Beatmen mit Beatmungsbeutel umfassen.
Notfallsanitäter:innen führen ihre Atemwegssicherung nach der Behandlungsleitlinie Atemwegssicherung (ALS) bei Atem-Kreislauf-Stillstand (Kinder) durch.
Unterstützung bei einsatztaktischen Überlegungen sowie Abtransport
Neben der notfallmedizinischen Versorgung der Patient:innen spielen auch einsatztaktische Überlegungen (frühzeitige Planung von Abtransport bzw. Organisation weiterer Unterstützung) eine wichtige Rolle in der Behandlung. Dabei können Rettungssanitäter:innen - im Rahmen der persönlichen Kompetenz - unterstützen und wichtige organisatorische Elemente (z.B. Kommunikation mit Leitstelle/anderen Rettungsmitteln) übernehmen.
Psychosoziale Unterstützung anbieten - Expert:innen organisieren
Rettungssanitäter:innen können während/nach einer Reanimation eine wichtige Rolle im Bereich der psychosozialen Unterstützung einnehmen. Folgende Elemente sollen beachtet werden und je nach Bedürfnis der anwesenden Personen angeboten werden:
- Familien/Angehörige sollen die Möglichkeit erhalten, während der Reanimation anwesend zu sein, wenn sie dies wünschen. Rettungssanitäter:innen können diese Möglichkeit anbieten und die Personen dabei unterstützen.
- Ersthelfer:innen bzw. Notfallzeugen soll eine psychosoziale Unterstützung (Krisenintervention) angeboten werden. Rettungssanitäter:innen können diese Unterstützung anbieten und anfordern.
- Angehörige/anwesende Personen benötigen strukturierten Zugang zu psychosozialer Betreuung (Krisenintervention). Dies gilt für Überlebende sowie für Angehörige/Familien verstorbener Patient:innen. Rettungssanitäter:innen können diese Unterstützung anbieten und anfordern.
| Gesundheitsdienstleister | relevante Indikationen für den Rettungsdienst | Kontakt |
|---|---|---|
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Krisenintervention |
Verfügbarkeit: 0-24h
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Leitstelle |
(6) ROSC: Behandlung nach Vorgaben

Midazolam | intravenös | CPR | Kinder
| Dosierung |
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|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Art | Einzeldosis | |||||||||
| Zubereitung |
Nicht verdünnen 1 mg = 0,2 ml aus Ampulle zu 1 ml (5 mg/ml) |
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| Freigabe | Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich. Wiederholungen nach TNA-Callback möglich. |
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| Hinweis |
Alkohol, Psychopharmaka, Opioide verstärken die Wirkung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen. |
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| Kontraindikationen |
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| Nebenwirkungen |
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| Schwangerschaft/ |
Verabreichung nach TNA-Callback möglich. |
Esketamin | intravenös | CPR | Kinder
| Dosierung | 0,125 mg/kg KG (max. 15 mg) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Art | 3x Wiederholung nach 5 Min möglich | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximaldosis | 60 mg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zubereitung |
Nicht verdünnen
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| Freigabe | Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Hilfestellung Dosierung |
Dosierung Esketamin 25 mg/ml intravenös (Formel) Halbes Körpergewicht ≙ Nachkommastelle(n) der Einzeldosis in Milliliter z.B. 40 kg Patient:in erhält 0,20 ml z.B. 50 kg Patient:in erhält 0,25 ml z.B. 58 kg Patient:in erhält 0,29 ml
Dosierung Esketamin 25 mg/ml intravenös (Tabelle, alternativ zur Formel)
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| Hinweis | Für Kinder werden in der Literatur oft deutlich höhere Dosierungen angegeben. Das bezieht sich vor allem auf kleinere Kinder. Da im RKNÖ die eigenständige Gabe von Esketamin aktuell auf Kinder ab 12 Jahre beschränkt ist, wird aus Sicherheitsgründen vorerst eine einheitliche Einzeldosis für alle Patient:innen verabreicht. Eine Evaluierung für die Zukunft ist geplant. Die vorgesehene Dosierung dient vor allem dazu, die Schmerztherapie zu beginnen und die Zeit zu überbrücken, bis Personal vor Ort ist, das Erfahrung mit Kinder-Schmerztherapie hat. Es ist nicht vorgesehen, dass Notfallsanitäter:innen Kinder mit starken Schmerzen regelhaft ohne Notärztin/Notarzt versorgen. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kontraindikationen |
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| Nebenwirkungen |
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| Schwangerschaft/ |
Verabreichung nach TNA-Callback möglich. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Adrenalin 1:100.000 ("Supra-Blitz") | intravenös | Kinder
| Dosierung | 1-10 µg/kg KG |
|---|---|
| Art | Wiederholung alle 3-5 Min möglich |
| Zubereitung |
1 Ampulle Suprarenin® zu 1 mg/ml in 100 ml NaCL-Kurzinfusion zuspritzen 1 µg = 0,1 ml der Lösung
Aus dieser Kurzinfusion werden dann die Einzeldosen aufgezogen. 1-10 µg/kg KG = 0,1-1 ml/kg KG der Lösung |
| Kontraindikationen | im Notfall keine |
| Nebenwirkungen |
Im Notfall sind die Nebenwirkungen irrelevant und dauern nur kurz - das Arzneimittel ist hochpotent und muss korrekt dosiert werden. |
| Schwangerschaft/ |
Verabreichung nach TNA-Callback möglich. |
Therapieziel
- Verhindern eines weiteren Kreislaufstillstandes
- Sicherstellen eines möglichst guten Outcomes
Allgemeine Hinweise
- Patienten, die nur eine kurze Phase eines Kreislaufstillstands hatten (< 10 min zwischen Kollaps und ROSC), bei denen sofort eine normale zerebrale Funktion (GCS >10) zurückkehrt und die normal atmen, benötigen üblicherweise keine Atemwegsintervention oder Beatmungsunterstützung und sollen initial nicht sediert werden.
Airway
-
Atemwegs- und Beatmungsunterstützung soll nach Erreichen von ROSC fortgeführt werden.
-
Patienten, die nach ROSC komatös bleiben oder eine andere klinische Indikation für Sedierung und mechanische Beatmung haben, sollen tracheal intubiert werden, wenn dies nicht bereits während der CPR erfolgt ist.
-
Die tracheale Intubation (mit oder ohne Medikamente) soll nur von erfahrenen Anwendern mit hoher Erfolgsrate durchgeführt werden.
-
Die korrekte Lage des Tubus muss mittels Kapnographie mit Kurvenanzeige bestätigt werden.
-
Wenn kein erfahrenes Personal für die Intubation verfügbar ist, ist es angemessen, einen supraglottischen Atemweg (SGA) beizubehalten oder den Atemweg mit Basismaßnahmen zu sichern, bis Personal mit Erfahrung in medikamentengestützter Intubation verfügbar ist.
-
Patienten nach ROSC können eine medikamentengestützte tracheale Intubation benötigen.
Breathing
-
Unmittelbar nach ROSC soll 100 % Sauerstoff gegeben werden, bis die arterielle Sauerstoffsättigung (SpO₂) zuverlässig mittels Pulsoximetrie gemessen werden kann.
-
Sobald SpO₂ zuverlässig messbar ist, soll die inspiratorische Sauerstoffkonzentration so titriert werden, dass eine arterielle Sauerstoffsättigung von 94–98 % erreicht wird.
- Hypoxämie und Hyperoxämie nach ROSC soll vermeiden werden.
- Normokapnie soll nach ROSC angestrebt werden (≈ 35–45 mmHg).
- Eine lungenprotektive Beatmungsstrategie soll mit einem Tidalvolumen von 6–8 mL/kg Idealgewicht angewendet werden.
Circulation
- Hypotonie vermeiden und nach Kreislaufstillstand einen systolischen Blutdruck oberhalb des 10. Perzentils aufrechtzuerhalten.
| ROSC Blutdruck-Zielwerttabelle Kinder | ||
|---|---|---|
| Alter | Gewicht1 kg |
ROSC-BDsys mmHg |
| NG | 3,53-4 | >59 |
| 1 Mo | 4,53,5-5 | >62 |
| 2 Mo | 5,54,5-6,5 | >65 |
| 4 Mo | 76-8 | >68 |
| 6 Mo | 87-9 | >70 |
| 8 Mo | 97,5-10 | >71 |
| 10 Mo | 9,58-11 | >72 |
| 12 Mo | 108,5-11,5 | >73 |
| 18 Mo | 11,510-13 | >74 |
| 2 J | 12,511-14 | >75 |
| 3 J | 1513-17 | >76 |
| 4 J | 1715-20 | >77 |
| 5 J | 1916-23 | >80 |
| 6 J | 21,518-26 | >81 |
| 7 J | 24,521-31 | >83 |
| 8 J | 27,523-36 | >84 |
| 9 J | 3125-41 | >86 |
| 10 J | 3528-47 | >88 |
| 11 J | 3931-53 | >89 |
| 12 J | 4334-59 | >92 |
1) Durchschnittswert (Einzelwert) ≙ 50. Perzentile, Bereich (darunter, klein) ≙ 10. bis 90. Perzentile. Gerundet und vereinfacht
- Bei Arrhythmien unmittelbar nach ROSC den BLL "Tachyarrhythmie" und "Bradykardie" folgen.
- Bei vermuteter kardialer Ursache BLL "Akutes Koronarsyndrom (ACS)" folgen.
Disability
- Bei Krampfanfällen BLL "Krampfanfall" folgen.
Temperatur
- Standardmäßig keine präklinische Kühlung vornehmen.
- Aktiven Wärmeerhalt nur bei traumatischem Kreislaufstillstand durchführen.
Quellenangaben
European Resuscitation Council and European Society of Intensive Care Medicine Guidelines 2025 Post-Resuscitation Care
Version
| Version BLLNOE 24.0 |
03/2026 |
Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!
Während der Reanimation
- Effektive Beatmung möglichst früh beginnen
- Hochqualitivate Thoraxkompressionen (Frequenz 100-120/min, Tiefe 5-6 cm, vollständige Entlastung) durchführen
- Minimiere Unterbrechungen der Thoraxkompressionen
-
Defibrillation möglichst früh, mit minimaler Pause vor/nach dem Schock
- Regelmäßiger Wechsel (spätestens alle 2 Minuten) bei der Durchführung der Thoraxkompressionen
- Befindet sich zu wenig Rettungsdienstpersonal vor Ort, um notwendige Maßnahmen durchzuführen, sollen geeignete Ersthelfer:innen, unter Beachtung deren Sicherheit, um Unterstützung gebeten werden.
Therapieziel
Wiederkehr des Spontankreislaufes mit möglichst wenig Folgeschäden
Allgemeine Hinweise
- Im Zweifelsfall beginne mit der Reanimation!
- In den ersten Minuten nach einem Kreislaufstillstand kann das Kind weiterhin langsame, einzelne Atemzüge zeigen (Schnappatmung). Dies entspricht keiner normalem Atmung - beginne mit der Reanimation!
- Thoraxkompressionen sollen sofort begonnen werden, wenn nicht direkt mit den Beatmungen begonnen werden kann. Die Beatmung soll unmittelbar starten, sobald diese durchgeführt werden kann.
- Initial wird die Entscheidung zum Beginn der Reanimation aufgrund klinischer Anzeichen getroffen: fehlende Reaktion, fehlende oder abnormale Atmung. Im Zweifelsfall beginne mit der Reanimation!
- Kommt es im Zuge der Versorgung eines kritisch erkrankten/verletzten Kindes zu einer Zustandsverschlechterung, kann die Entscheidung für den Atem-Kreislauf-Stillstand auch aufgrund des Monitorings der Vitalfunktionen getroffen werden:Abnahme der Sauerstoffsättigung, Blutdruckabfall... Im Zweifelsfall beginne mit der Reanimation!
Quellenangaben
ÖRK-Arzneimittelliste 03/2024 (ÖRK/Gremium der Bundeschefärzte der österreichischen Rettungsorganisationen)
ERC-Guidelines 2021: Lebensrettende Maßnahmen bei Kindern (Paediatric Life Support, PLS)
Erläuterungen
- Die Behandlungsleitlinie ist in dieser (oder sehr ähnlicher) Form international üblich für ALS-Personal.
- Die Behandlungsleitlinie entspricht der aktuellen wissenschaftlichen Empfehlung für die Reanimation (ERC-Guidelines).
- Die Drei-Schock-Strategie bei beobachtetem Einsetzen von Kammerflimmern ist gem. aktueller ERC-Guidelines nur bei manueller Defibrillation empfohlen. Im AED-Modus ist sie nicht empfohlen, weil die Pausen zwischen den Schocks zu lange wären.
-
Während der Analysephase mit dem Corpuls3 ist keine Herzdruckmassage durchzuführen. Vom Gerät wird die Sprachausgabe „Patient nicht berühren“ ausgegeben. Zeitgleich zur Analysephase beginnt bereits im Hintergrund das Hochladen zur evt. Schockabgabe.
Wird ein schockbarer Rhythmus festgestellt, wird zeitnahe nach Beginn der Analyse ein Schock vorbereitet. Bei weiteren Herzdruckmassage könnte sich auf Grund der Artefaktbildung die Schockabgabe verzögern.Wird ein nicht-schockbarer Rhythmus festgestellt, entlädt der Corpuls 3 die geladene Energie wieder.
Version
| Version BLLNOE 24.0.2 |
03/2025 |
Änderung Darstellung Klappboxen |
| Version BLLNOE 24.0.1 |
12/2024 |
Wording im Status-Feld an ERC-Leitlinien angepasst Erläuterungen hinzugefügt |
| Version BLLNOE 24.0 |
06/2024 |
Darstellung nach neuem Designkonzept |
| Version 1.1 | 12/2021 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!













