Hypertonie bei Erkrankungen


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Bei schwerer akuter Hypertension in der Schwangerschaft (> 160/110 mmHg) soll der Blutdruck (nach TNA-Callback) gesenkt werden. Bei unstillbarem Nasenbluten kann ein stark erhöhter Blutdruck (≥ 180/110 mmHg) gesenkt werden, um die |
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Therapieziel
ErreichenReduzierung der Gefahr eines Blutdruckwertes,akuten der in der aktuellen Behandlungssituation dem Körper ein suffizientes Arbeiten ermöglicht und das Risiko für Folgeschäden minimiert.Endorganschadens
Allgemeine Hinweise
Eine Hypertensivehypertensive Entgleisung und(im Gegensatz zum hypertensiven Notfall) liegt vor, wenn der Blutdruck stark erhöht ist, ohne dass Zeichen einer akuten Endorganschädigung vorliegen. Laut ESC-Leitlinie handelt es sich dabei Hypertensivernicht um einen akuten Notfall, (gem.da Nationalekeine Versorgungsleitlinieunmittelbare HypertonieGefährdung 2023):
- Gehirn,
BeiHerz,einerNierenhypertensivenoderEntgleisung,großend.h.GefäßenRRbesteht.>Die180/110mmHgLeitlinieohnebetontakuteausdrücklich,Begleitsymptome sollte eine moderate Blutdrucksenkung (Anpassung der oralen Medikationdass beiPersistenzBetroffenen keine abrupten oder aggressiven Blutdrucksenkungen erfolgen sollen, da solche Interventionen unnötig und potenziell schädlich sind. Ebenso weist die Leitlinie darauf hin, dass viele Patient:innen in Stress- oder Schmerzsituationen reaktiv erhöhte Blutdruckwerte zeigen, die sich nach30 min Ruhe) erfolgen.Bei einem hypertensiven Notfall, d. h. akuter starker Blutdruckanstieg, oft mit RR > 180/110 mmHgundakuten Begleitsymptomen (z. B. Ruhedyspnoe, V. a. Schlaganfall, ACS, Aortendissektion, Lungenödem, rasch progredienteBeruhigung oderneuSchmerztherapieaufgetretenevonNierenkrankheit,selbstakutenormalisieren,schwere Blutung o. ä.) soll eine umgehende Krankenhauseinweisung erfolgen (aus dem weiteren Text geht hervor,ohne dass eineraschestmöglichespezifische antihypertensive Behandlung nötig ist.Da es sich nicht um eine zeitkritische Erkrankung handelt und keine akute i. v. Blutdrucksenkung empfohlen
wird,wird,auchgilt:
Diewennbeste Versorgung besteht – je nach lokalen Gegebenheiten – in der kontrollierten Weiterbetreuung durch eine:n niedergelassene:n Ärzt:in oder eine reguläre ärztliche Vorstellung, bei der eine Anpassung der bestehenden Dauertherapie erfolgen kann. Eine präklinische Blutdrucksenkung durch den Rettungsdienst ist laut ESC-Leitlinie nichterwähntindiziert.wird).Aus einem Notfall ergibt sich nach Einschätzung der Leitliniengruppe dringlicher stationärer Handlungsbedarf, während eine Entgleisung zwar ein ernstzunehmendes und therapiebedürftiges, aber kein notfallmäßiges Ereignis darstellt.
Die Behandlungsleitlinie "Hypertonie bei Erkrankungen" des RKNÖ bildet diese Empfehlungen ab. Für die Entscheidung zur pharmakologischen Therapie entscheidend ist (neben dem akut erhöhten Blutdruck ohne genaue Angabe, wie hoch dieser sein muss) das Vorhandensein körperlicher Beschwerden. Der Blutdruckwert alleine ist kein Entscheidungskriterium!
Um körperliche Schäden durch den Bluthochdruck für die weitere Behandlung zu dokumentieren, soll vor der ersten Urapidilgabe ein 12-Kanal-EKG geschrieben werden.
Quellenangaben
Mancia, G. et al. 2023 ESH Guidelines for the management of arterial hypertension. The Task Force for the management of arterial hypertension of the European Society of Hypertension. J. Hypertens. 41, 1874–2071 (2023). https://doi.org/10.1097/HJH.0000000000003480
Nationale Versorgungsleitlinie Hypertonie (Deutschland), Kurzfassung, AWMF-Register-Nr. nvl-009
Erläuterungen
Die Freigabe der Arzneimittel dieser Behandlungsleitlinie wird empfohlen durch das ÖRK-Bundeschefärztegremium.
Die Behandlungsleitlinie ist in dieser (oder sehr ähnlicher) Form international üblich für ALS-Personal.
Die Behandlungsleitlinie entspricht der aktuellen wissenschaftlichen Empfehlung für den deutschsprachigen Raum.
Version
| Version BLLNOE 24.1 |
12/2025 |
Neue Darstellung inkl. Entscheidungskriterium "Akute Beschwerden", Blutdruck-Zielwerttabelle zu Urapidil verschoben und adaptiert, Hinweis zur Hypertensiven Entgleisung hinzugefügt |
| Version BLLNOE 24.0.2 |
03/2025 |
Änderung Darstellung Klappboxen |
| Version BLLNOE 24.0.1 |
12/2024 |
Änderung des Satzes “≥220 mmHg systolisch um max. 15 % senken”. Begründung: Änderung der zugrundeliegenden Leitlinie (S3-Leitlinie Schlaganfall). |
| Version BLLNOE 24.0 |
06/2024 |
Darstellung nach neuem Designkonzept Anpassung der Kriterien für die Einstufung als Hypertensiver Notfall an die beiden 2023 publizierten Guidelines (Wegfall der Blutdruckangaben, Fokus auf körperliche Beschwerden) |
| Version 1.1 | 12/2021 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!