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Atemwegssicherung bei Atem-Kreislauf-Stillstand (ALS) (Kinder)

 KI 02 Atemwegssicherung bei Atem-Kreislauf-Stillstand Kind ab NFS 25.0.png

                                                                                                      

            

(1) Larynxmaske i-gel setzen

Indikationen

Therapieziel

  • Offenhalten des Atemweges
  • Ermöglichen effektiver Beatmungen
  • Vermeidung von Aspiration

Kontraindikationen

  • bei Atem-Kreislauf-Stillstand keine Kontraindikationen

Achtung

  • Beachte die Behandlungsleitlinien zur Atemwegssicherung beim Atem-Kreislauf-Stillstand (Kinder).
  • Auf Rettungsmittel des RKNÖ werden Larynxmasken des Typs igel mitgeführt. Anderweitige Larynxmasken können bei Bedarf verwendet werden, wenn durch den/die Sanitäter:in beherrscht.

Benötigtes Material

Für i-gel:

  • i-gel der passenden Größe 
  • Gleitmittel
  • Material für Fixierung (Leukosilk) 
  • Absaugeinheit
  • Beatmungsbeutel
  • Beatmungsfilter

bei konventionellen Larynxmasken zusätzlich:

  • Cuffspritze
  • Cuffdruckmesser

Durchführung

#i-gel 
Nr. Maßnahme/Handlung i-gel
1

Auswahl der passenden Maskengröße gemäß Herstellerangabe

 

Größentabelle

 

Kinder (i-gel)


Größe Farbe Patientengewicht (ideal) Zielgruppe
1.0 rosa 2-5 kg Neugeborene
1.5 hellblau 5-12 kg Säugling
2.0 grau 10-25 kg Kinder klein
2.5 weiß 25-35 kg Kinder groß

Primär soll für die Größenauswahl das Idealgewicht des/der Patient:in als Entscheidungskriterium herangezogen werden. Die Gewichtsangaben beziehen sich nicht auf das tatsächliche Körpergewicht, sondern auf das geschätzte Idealgewicht (Ideal Body Weight) der Patient:innen. Bei Kindern kommt es seltener zu signifikanten Abweichungen zwischen Realgewicht und Idealgewicht.

 

In der Praxis hat sich folgendes Vorgehen bewährt, wenn das Gewicht des Kindes nicht bekannt ist:
1.) Alter des Kindes erheben

2.) Idealgewicht bestimmen 

3.) Anhand dieses Idealgewichts die i-gel-Größe auswählen


 

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2 Vorbereitung Materialien

3

Lagerung des Kopfes in Neutralposition leicht nackenwärts überstreckt.

4

Maske aus Verpackungsrahmen entfernen

5

 

Maske mit Gleitmittel benetzen
  • Gleitmittel auf den Rahmen aufbringen

 

Bildschirmfoto 2026-03-21 um 14.08.26.png

 

  • Oberseite der Maske (=die zum Gaumen zeigende Seite), die beiden Seitenflächen sowie die Spitze gleichmäßig benetzen.

Bildschirmfoto 2026-03-21 um 14.09.22.png

 

Es ist darauf zu achten, dass keine Öffnungen am Maskenende (insb. Öffnung Atemwegskanal) durch Gleitmittel blockiert werden.

6

Mund so weit wie möglich öffnen. 
Option A: Mit der nicht-dominanten Hand einen sanften Druck auf den Kiefer ausüben, um den Mund zu öffnen. 

Option B: Unterstützung durch weitere:n Sanitäter:in beim Öffnen des Mundes (ausreichende Ressourcen notwendig)

7

Maske entlang des harten Gaumens mit der Öffnung und sanftem Druck nach unten einführen bis ein federnder Widerstand zu spüren ist. 

 

 

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8 Suffiziente Beatmung durchführen
9

 

Fixierung bei suffizienter Beatmung
  • Klebeband (Leukosilk) am Oberkiefer befestigen - um die i-gel wickeln und auf dem anderen Oberkiefer ebenfalls ankleben.

YTDown.com_YouTube_iGel-LMA-newborn-resuscitation_Fixierung.gif

 

Bildschirmfoto 2026-03-21 um 13.17.16.png

 


10 Lagekontrolle: wellenförmige Kapnografie, Auskultation, Beurteilung der Thoraxexkursion, Beschlagen der Larynxmaske
11

 

Magensonde/Absaugkatheter in Drainagekanal einführen.

 

Magensonde/Absaugkatheter in korrekter Größe auswählen. Sollte eine Größe nicht passend sein, die nächst kleinere (verfügbare) Größe verwenden.

 

 

Größe i-gel  Größe Magensonde/Absaugkatheter
1.0 kein Magenkanal 
1.5 10 CH (idR. Schwarz)
2.0 12 CH (idR. Weiß)
2.5 12 CH (idR. Weiß)

 

 

  • Drainagekanal der Maske mit Gleitgel benetzen. 

Image258cc59e3f1a4f4182b3ac2ff9acaf55.png(Darstellung zeigt i-gel (Plus) in Größe4. Die Durchführung ist bei den kindlichen Größen (1.5-2.5) analog durchzuführen).

 

  • Magensonde/Absaugkatheter bis zur obersten Markierung (oftmals mit vier Strichen dargestellt) in Drainagekanal einführen. Ein tieferes Einführen stellt im Zweifelsfall kein Problem dar.

 

  • Fixierung der Magensonde/Absaugkatheter mit Pflaster am Gesicht des Patienten/der Patientin.
12

Universalbeutel an Magensonde abschließen. Bei Bedarf (Flüssigkeit ersichtlich) auf Absaugeinheit wechseln.

#

 

Fehlermanagement

 

  • 1) Mund öffnen erschwert / Zunge blockiert Einführung: Andere Optionen versuchen - 

    Option A: Mit der nicht-dominanten Hand einen sanften Druck auf den Kiefer ausüben, um den Mund zu öffnen. 

    Option B: Unterstützung durch weitere:n Sanitäter:in beim Öffnen des Mundes (ausreichende Ressourcen notwendig)

 

  • 2) Frühzeitiger Widerstand oder inadäquater Abdichtung: i-gel im Uhrzeiger bzw. Gegenuhrzeigersinn drehen (ca. 30Grad pro Richtung). Dabei wird ein kontinuierlicher Druck nach unten ausgeübt werden. Zusätzlich kann eine Lageveränderung (i-gel weiter einführen oder etwas zurückziehen) zur Optimierung versucht werden. 

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  • 3) Luft entweicht neben der Maske und keine Thoraxexkursion bei Beatmung: i-gel vorsichtig entfernen und andere Größe einsetzen.

 

  • 4) Luft entweicht neben der Maske aber Beatmung erfolgreich (Thoraxexkursion bei Beatmung): i-gel im Uhrzeiger bzw. Gegenuhrzeigersinn drehen bis bessere Abdichtung bemerkbar - Fokus liegt auf gut funktionierender Beatmung. Wenn Beatmung ineffektiv - siehe Punkt 2. Minimale Leckagen - bei gut funktionierender Beatmung - können toleriert werden.

 

  • 5) Maske verlagert sich bei Bewegung des Patienten/der Patientin: Fixierung korrekt anlegen und bei Transfer des Patienten/der Patientin zusätzlich manuell sichern. Lage der Maske regelmäßig kontrollieren.

 

  • 6) Magensonde/Absaugkatheter lässt sich nur minimal vorschieben: Benetzung mit Gleitgel optimieren, Magensonde/Absaugkatheter mehrfach in Öffnung einführen und zurückziehen


Erläuterungen

Die ERC-Leitlinien 2025 empfehlen die Anwendung von i-gel oder anderen supraglottischen Atemwegsdevices bei kritisch kranken/verletzten Kindern, wenn die Anwender:innen kompetent im Umgang damit sind. (Abschnitt Adult Paediatric Life Support / Principles of the management of the critically ill or injured child).

Ebenso konstatieren die ERC-Guidelines 2025, dass ein supraglottisches Atemwegsdevice - als Alternative zur Beutel-Masken-Beatmung - in der Reanimation verwendet werden soll, wenn eine endotracheale Intubation durch die Anwender:innen nicht durchgeführt werden kann. (Abschnitt Adult Paediatric Life Support / Oxygenation and ventilation during PALS).


Größenauswahl bei der i-gel – warum sie anhand des Körpergewichts erfolgt
Die supraglottische Atemwegshilfe i-gel wird – im Gegensatz zu einigen anderen supraglottischen Atemwegssystemen – nicht anhand der Körpergröße, sondern anhand des Körpergewichts des Patienten dimensioniert. Dabei ist wichtig:
Die Gewichtsangaben beziehen sich nicht auf das tatsächliche Körpergewicht, sondern auf das geschätzte Idealgewicht (Ideal Body Weight) des Patienten.

Die i-gel dichtet den Atemweg anders ab als viele andere supraglottische Atemwegssysteme.
Sie besitzt keinen aufblasbaren Cuff, sondern einen anatomisch geformten Gelkörper, der sich passiv an die Strukturen des Hypopharynx und des Larynx anlegt. Damit eine zuverlässige Abdichtung entsteht, muss die Maske zu folgenden anatomischen Strukturen passen:
- Hypopharynx
- Zungengrund
- Perilaryngeale Weichteile
- Epiglottisregion
Die Dimension dieser Strukturen korreliert in der Regel besser mit der Körperkonstitution bzw. dem Idealgewicht als mit der Körpergröße. Eine sehr große, aber schlanke Person kann beispielsweise einen relativ schmalen Pharynx haben, während eine kleinere Person mit starkem Übergewicht deutlich mehr Weichteilgewebe im oberen Atemweg aufweist. Deshalb ist die Körpergröße allein kein verlässlicher Parameter für die Dimension des supraglottischen Atemwegs.

Bei übergewichtigen oder adipösen Patient:innen würde eine Größenwahl nach dem tatsächlichen Gewicht häufig zu einer zu großen Atemwegshilfe führen. Das liegt daran, dass Adipositas zwar das Körpergewicht erhöht, die knöchernen und funktionellen Dimensionen des Hypopharynx jedoch kaum proportional mitwachsen.

Status "freigegeben, wenn beherrscht"
Die i-gel bei Kindern wird für alle Qualifikationsstufen auf der Stufe „freigegeben, wenn beherrscht“ geführt. Hintergrund ist, dass aktuell im Roten Kreuz Niederösterreich nicht in ausreichendem Ausmaß Kinder- und Säuglingssimulatoren mit geeigneten Atemwegen zur Verfügung stehen, um alle Sanitäter:innen flächendeckend darauf zu schulen.

Klares Ziel ist, in den kommenden Jahren ausreichend geeignete Kinder- und Säuglingssimulatoren anzuschaffen und damit alle Sanitäter:innen auch auf die i-gel bei Kindern zu schulen. Perspektivisch soll der Scope-of-Practice-Eintrag „i-gel Kinder“ – je nach verfügbaren Ressourcen – per Ende 2027 oder Ende 2028 von „freigegeben, wenn beherrscht“ auf „freigegeben“ umgestellt werden.

Quellenangaben

  • Intersurgical, i-gel paediatric information sheet (inklusive Bildmaterial)
  • Enke K., Flemming A., Hündorf H.-P., Knacke P. G., Lipp R. Rupp P. (2019) Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin , 6. Auflage
  • SIRMED - Schweizer Institut für Rettungsmedizin
  • Special Care. (2020). iGel LMA newborn resuscitation [Video]. YouTube. (inklusive Bildmaterial)
  • Kevin Mackey (2023). Pediatric iGel Training [Video]. YouTube. (inklusive Bildmaterial)
  • San-Erlangen, Virtuelle SanArena (inklusive Bildmaterial)
  • Meier Medizintechnik (Bildmaterial)

Version

Kürzel Datum Info
Version SCOPMNOE 24.0 03/2026 Ursprungsversion

Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!bei 

Beatmungsfrequenz bei Kindern (Normokapnie anstreben)
Säuglinge 25/min (alle 2,5 Sek.)
1.-8. vLJ 20/min (alle 3 Sek.)
8.-12. vLJ 15/min (alle 4 Sek.)
> 12. vLJ 10/min (alle 6 Sek.)

Quelle: ERC Guidelines 2025 for Paediatric Advanced Life Support

Vorgehen bei Beatmungsproblemen

Die Beutel-Masken-Beatmung ist als primäre Technik zur Beatmung von Kindern empfohlen und kann dauerhaft angewendet werden! Kommt es zu Problemen, lassen sich diese im Normalfall durch folgende Maßnahmen beheben:

  • Optimieren der Kopfposition des Kindes (Körper auf eine Decke legen, Schulterrolle bis ~2. Lebensjahr...)
  • Doppel-C-Griff anwenden
  • Ist die Beutel-Masken-Beatmung nicht suffizient, soll ein SGA (i-gel) verwendet werden. Der i-gel funktioniert bei Kindern im Normalfall einfach und problemlos.
  • Die endotracheale Intubation kann von NKI als Ultima Ratio, wenn alle anderen Maßnahmen keinen Erfolg zeigen, durchgeführt werden.
  • Um das Risiko einer Regurgitation und Aspiration durch gastrointestinale Luftinsufflation zu vermeiden, sollen hohe Beatmungsdrücke vermieden werden.
  • Kommt es zu einer Luftansammlung im Gastrointestinaltrakt und damit zu einem Zwerchfellhochstand, der die Beatmung erschwert oder unmöglich macht, muss eine Magensonde gelegt werden.

Beatmungsprobleme bei SGA/ETI:

Finden der Ursache: DOPES
D Dislokation (Tubus verrutscht?)
O Obstruktion (Verlegung durch Erbrochenes?)
P Patient:in (Spannungspneumothorax? Erlangt Bewusstsein und wehrt sich gegen SGA/ET?)
E Equipment (Leckage im Beatmungssystem? Sauerstoff leer? Schlauch abgeknickt?)
S Stomach (Magenüberblähung? -> Magensonde!)

Problembehebung: HAND
H
  • Händische Beatmung mit Beatmungsbeutel - 15:2 - keine HDM während Beatmung
  • Hören auf Atemgeräusche: Belüftung der Lunge? Nebengeräusche wie Blubbern neben Tubus?
  • Sehen: Thoraxhebung, Tubusdislokation (Zahnreihe), Inspektion des Cuffballons
  • Fühlen: Wie fühlt sich die Beatmung an? Hoher Widerstand (= hoher Thoraxdruck) oder kein Widerstand (= Leckage im System)
A Absaugen (problemloses Einführen des Absaugkatheters in den Tubus zeigt Durchgängigkeit)
N Neue Einstellung (relevant bei Verwendung eines Beatmungsgeräts)
D Diagnostik: Kapnogramm beurteilen, wenn vorhanden: Ultraschall (sonst relevant für die Klinik)

Quelle: Fandler, M., Gotthardt, P.: SOP Akutes Beatmungsproblem, Notfallmedizin up2date 2018; 13: 234-236

Empfohlener Aufbau der Beatmungsstruktur

Von Patient:in beginnend:

  1. Larynxmaske/Tubus (i-gel oder Endotrachealtubus)
  2. bei Kindern keine Tubusverlängerung (Gänsegurgel)
  3. Kinder-Beatmungsfilter (wenn nicht vorhanden -> ohne Filter beatmen!)
  4. Sensor Kapnometrie/Kapnographie
  5. Beatmungsbeutel (Alternativ: Beatmungseinheit)

Interpretation Kapnographie

Maßnahmenbeschreibung Kapnometrie/Kapnografie

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Quelle: criticalcare.now

Indikationen

Tubusadapter

  • Endotracheal intubierter Patient
  • Mit SGA (Laryngsmaske/Larynxtubus) intubierter Patient

Nasal-/Oraladapter

  • Atemdepressiver Patient
  • Bewusstseinsgestörter Patient
  • Sedierter Patient
  • Patient mit respiratorischer Störung

Kontraindikationen

  • Keine

Benötigtes Material

  • EKG-Monitor
  • Kapnometrie Tubusadapter oder Nasal-/Oraladapter

Durchführung

Tubusadapter
Nr.


1 Beide Sensoren mit dem Adapter konnektieren (Dreieck auf Dreieck)
2 Den Adapter zwischen Beatmungsbeutel und Beatmungsfilter platzieren
(Optimale Anordnung: Tubus - Gänsegurgel - Beatmungsfilter - Kapnograpiesensor - Beatmungsbeutel)
Nasal-/Oraladapter
Nr.


1 Beide Sensoren mit dem Adapter konnektieren (Dreieck auf Dreieck)
2 Patient über die Maßnahme aufklären
3 Adapter in der Nase platzieren, mit den Kabeln hinter den Ohren fixieren und den Fixierring unter dem Kinn festziehen
4 Den Adapter und die Kabel mit Klebestreifen fixieren

Erläuterungen

Kapnogramm

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  • Phase I

    Beginn der Exspiration. Zunächst wird die Luft des anatomischen Totraumes ausgeatmet. Da diese kein CO2 besitzt, kommt es während dieser Phase zunächst zu keinem Anstieg im Kapnogramm.

  • Phase II

    In der weiteren Ausatmung wird zunehmend zur Luft aus dem anatomischen Totraum Gas aus den Alveolen ausgeatmet. Da dieses CO2 beinhaltet, kommt es zum schnellen Anstieg im Kapnogramm.

  • Phase III

    In dieser Phase kommt es zum Abatmen der Luft aus den Alveolen. Da CO2-arme Luft des Totraumes nicht mehr vorhanden ist, kommt es zu einer Plateauphase im Kapnogramm. Der Übergang von Phase III zu Phase IV markiert den Beginn der Inspiration. In diesem Moment erreicht das CO2 am Detektor seinen Maximalwert. Dieser Wert wird als endtidales Kohlendioxid (etCO2) bezeichnet und spiegelt den CO2-Gehalt der Alveolen am besten wider.

  • Phase IV

    Mit Beginn der Inspiration kommt es zum schnellen Abfall der CO2-Konzentration im Schlauchsystem.

Normal

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Atemzug

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mögliche Ursachen:

  • spontaner Atemzug (*) bei beatmendem Patienten

Erhöhte Frequenz

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mögliche Ursachen:

  • Hyperventilation
Erniedrigte Frequenz

image.png

mögliche Ursachen:

  • Hypoventilation

  • Schädel-Hirn-Trauma (Hirnstammschädigung)

  • Opiatüberdosierung / Opiatvergiftung

Exponentieller Abfall

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mögliche Ursachen:

  • Herz-Kreislauf-Stillstand

  • Herzinfarkt mit verminderter Auswurfleistung

  • hoher Blutverlust / Volumenmangelschock

  • Lungenembolie

  • rascher Abfall des Blutdrucks

Konstant erhöht

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mögliche Ursachen:

  • Hyperthermie

Konstant erniedrigt

image.png

mögliche Ursachen:

  • Reanimation

  • Atemwegsverlegung durch Schleim

  • Hypothermie

Hinweis für niedriges CO2 in der Lunge als Folge einer mangelnden Perfusion.

Plötzlicher Abfall auf Null

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mögliche Ursachen:

  • Unterbrechung der Verbindung zum Beatmungssystem

  • Undichtigkeit im Probenentnahmesystem

  • versehentliche Extubation

  • vollständiger Atemwegsverschluss

Schrägstellung des Plateaus

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mögliche Ursachen:

  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

  • Asthma

  • teilweise Verlegung des Tubus

Irregulär

image.png

mögliche Ursachen:

  • temporäre Undichtigkeiten im Beatmungssystem

  • temporärer, teilweiser Verschluss des Beatmungssystem (zum Beispiel abknicken während Umlagerung)

Steigende Grundlinie

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mögliche Ursachen:

  • Verunreinigung des Sensors

Quellenangaben

Version

Kürzel

Datum Info
Version SCOPMNOE 24.0 09/2025 Ursprungsversion

Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!

NKI-Anwendung

  • Blinde Intubationen ohne Sicht auf die Stimmritze sind nicht zulässig.
  • Die ETI darf nur durchgeführt werden, wenn eine Möglichkeit zur Kapnographie besteht.
  • ETI bei Kindern nur durch Anwender:innen mit Erfahrung oder als Ultima Ratio zur Lebensrettung, wenn eine Oxygenierung anderweitig nicht möglich ist.
  • Die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen (Rezertifizierung, schriftliche Einzelermächtigung) sind zu beachten. Ohne schriftliche Einzelermächtigung durch den Chefarzt / ÄLRD ist eine Durchführung der ETI im RKNÖ nicht zulässig.
  • Nach einer NKI-Anwendung ist dieses Formular auszufüllen.

ALS in Zweier-Teams

  • Entscheidend für das Überleben ist die suffiziente Beatmung und hochqualitative Herzdruckmassage mit minimaler Unterbrechung! Bemühungen zur Durchführung erweiterter Maßnahmen dürfen diese Maßnahmen nicht gefährden.

Quellenangaben

ÖRK-Arzneimittelliste 03/2024 (ÖRK/Gremium der Bundeschefärzte der österreichischen Rettungsorganisationen)

ERC-Guidelines 2021: Lebensrettende Maßnahmen bei Kindern (Paediatric Life Support, PLS)

S1-Leitlinie Prähospitales Atemwegsmanagement 2019 (Deutschland)

Erläuterungen

Die Behandlungsleitlinie ist in dieser (oder sehr ähnlicher) Form international üblich für ALS-Personal.

Die Behandlungsleitlinie entspricht der aktuellen wissenschaftlichen Empfehlung für die Reanimation (ERC-Guidelines).

Version
Version BLLNOE 24.1

03/2026

Adaptierung der BLL auf i-gel als SGA. Anpassungen an Formulierungen und Layout. Empfohlener Ablauf der Beatmungsstruktur hinzugefügt. Notfallkoniotomie als Maßnahme NA in Ablaufgrafik hinzugefügt

Version BLLNOE 24.0.1

03/2025

Änderung Darstellung Klappboxen

Version BLLNOE 24.0

06/2024

Darstellung nach neuem Designkonzept

Version 1.1 12/2021 Ursprungsversion

    Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!