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mittlere und starke Schmerzen (Kinder)

KI 13 Kind mittlere und starke Schmerzen.png

                                                                                             

Metamizol | intravenös | Kinder
Dosierung

 

Gewicht/Alter Menge Volumen (500 mg/ml)
31 - 45 kg 700 mg 1,4 ml
46 - 53 kg 900 mg 1,8 ml
> 53 kg 1000 mg 2ml
Art Einzeldosis
Applikation Über Kurzinfusion über 5-10 Min
Zubereitung Volumen laut Tabelle in 100 ml NaCl-Kurzinfusion zuspritzen
Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Kontraindikationen
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Pyrazolone bzw. Pyrazolidine oder Bestandteile 
  • Agranulozytose (potenziell lebensbedrohliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) in der Vergangenheit
  • bestehende Hypotonie und instabile Kreislaufsituation (=lebensbedrohte Notfallpatient:innen)
  • Störungen der Knochenmarkfunktion bzw. Erkrankungen des blutbildenden Systems
  • genetisch bedingter Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel (Gefahr der Auflösung der roten Blutkörperchen)
  • Asthmaanfall oder Bronchospasmus nach Einnahme von ASS oder anderen NSAR in der Vergangenheit
Nebenwirkungen
  • Blutdruckabfall bei zu rascher Gabe (deshalb über eine Kurzinfusion verabreichen!)
  • Asthmaanfall/Bronchospasmus - lt. Behandlungsleitlinie Atemwegsobstruktion behandeln
  • anaphylaktische Reaktionen
  • Metamizol kann bei längerer Anwendung sehr selten zu Agranulozytose (potenziell lebensbedrohliche Verminderung bestimmter weißer Blutkörperchen) führen. Deshalb ist Metamizol in einigen Länder nicht zugelassen. Diese Nebenwirkung wurde bisher nur bei längerer regelmäßiger Einnahme berichtet. Sie ist im Rettungsdienst nur im Hinblick auf die Patient:innengeschichte relevant.
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Methoxyfluran | inhalativ | Kinder
Dosierung 3 ml
Art 1x Wiederholung möglich
Maximaldosis 6 ml
Applikation mittels Handinhalator
Zubereitung Nicht verdünnenimage.png
Kontraindikationen
  • Überschreitung der Gesamtdosis von 6 ml in 24 Stunden
  • Allergie oder Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff oder anderen Fluranen
  • Leberschädigung oder andere schwere Nebenwirkungen nach Anwendung von Methoxyfluran oder anderen Inhalationsanästhetika oder entsprechende Familienanamnese
  • maligne Hyperthermie in der Anamnese oder genetische Veranlagung dafür
  • Nierenfunktionsstörung
  • eingeschränktes Bewusstsein, z. B. durch Arzneimittel, Alkohol, Drogen oder Kopfverletzungen
  • respiratorische Insuffizienz
Nebenwirkungen
  • Schwindelgefühl
  • euphorische Stimmung
  • Kopfschmerzen
  • Schläfrigkeit
  • kurzzeitige Geschmacksstörung
  • Husten
  • Übelkeit
  • Gefühl des Betrunkenseins

Diese angeführten Nebenwirkungen sind leicht reversibel, sobald die Inhalation beendet wird.

Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Esketamin | intravenös | Schmerzen | Kinder
Dosierung 0,125 mg/kg KG (max. 15 mg)
Art 3x Wiederholung nach 5 Min möglich
Maximaldosis 60 mg
Zubereitung

Nicht verdünnen

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Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Hilfestellung Dosierung

Dosierung Esketamin 25 mg/ml intravenös (Formel)

Halbes Körpergewicht ≙ Nachkommastelle(n) der Einzeldosis in Milliliter

z.B. 40 kg Patient:in erhält 0,20 ml

z.B. 50 kg Patient:in erhält 0,25 ml

z.B. 58 kg Patient:in erhält 0,29 ml

 

Dosierung Esketamin 25 mg/ml intravenös (Tabelle, alternativ zur Formel)

Esketamin 25 mg/ml (intravenös)
Gewicht Menge Volumen
30 kg 3,75 mg 0,15ml
35 kg 4,38 mg 0,18ml
40 kg 5 mg 0,2 ml
45 kg 5,63 mg 0,23ml
50 kg 6,25 mg 0,25ml
55 kg 6,88 mg 0,28ml
60 kg 7,5 mg 0,3 ml
65 kg 8,13 mg 0,33ml
70 kg 8,75 mg 0,35ml
75 kg 9,38 mg 0,38ml
80 kg 10 mg 0,4 ml
> 80 kg Tabelle für höheres Körpergewicht siehe BLL für Erwachsene
Hinweis Für Kinder werden in der Literatur oft deutlich höhere Dosierungen angegeben. Das bezieht sich vor allem auf kleinere Kinder. Da im RKNÖ die eigenständige Gabe von Esketamin aktuell auf Kinder ab 12 Jahre beschränkt ist, wird aus Sicherheitsgründen vorerst eine einheitliche Einzeldosis für alle Patient:innen verabreicht. Eine Evaluierung für die Zukunft ist geplant. Die vorgesehene Dosierung dient vor allem dazu, die Schmerztherapie zu beginnen und die Zeit zu überbrücken, bis Personal vor Ort ist, das Erfahrung mit Kinder-Schmerztherapie hat. Es ist nicht vorgesehen, dass Notfallsanitäter:innen Kinder mit starken Schmerzen regelhaft ohne Notärztin/Notarzt versorgen.
Kontraindikationen
  • Akutes Koronarsyndrom, akute Herzerkrankung
  • Intoxikation mit dämpfenden Substanzen
  • Eklampsie/Präeklampsie
Nebenwirkungen
  • „bad trips“: Träume, Albträume, Psychosen, Unruhe, Schwindel  (sehr selten bei analgetischen Dosen, relevant bei Sedo-Analgesie oder Narkosen)
  • Atemdepression bei viel zu hoher Dosierung und zu schneller Injektion
  • Hirndrucksteigerung bei unzureichender Oxygenierung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Doppelbilder)

 

Ketamin wirkt sympathomimetisch, indem es die Wiederaufnahme von Katecholaminen an der sympathischen Endplatte hemmt. Dadurch wirken auch körpereigene Katecholamine länger und Blutdruck, Herzfrequenz etc. steigen an. Da starke Schmerzen einer der Hauptreize für den Sympathicus und die Katecholaminausschüttung sind (und Esketamin den Schmerz stark reduziert), kommt es durch die Esketamingabe normalerweise nicht zu einer starken Blutdruckerhöhung.

Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Midazolam | intravenös | Begleitmedikation Schmerztherapie | Kinder
Dosierung

 

Gewicht/Alter Dosis Volumen (5 mg/ml)
< 50 kg 1 mg 0,2 ml
ab 50 kg 2 mg 0,4 ml
Art Einzeldosis
Zubereitung

Nicht verdünnen

1 mg = 0,2 ml aus Ampulle zu 1 ml (5 mg/ml)

Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Wiederholungen nach TNA-Callback möglich.
Hinweis

Alkohol, Psychopharmaka, Opioide verstärken die Wirkung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen.

Kontraindikationen
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Bestandteile und gegen andere Benzodiazepine 
  • bestehende Atemdepression
  • reduziertes Bewusstsein
Nebenwirkungen
  • Atemdepression, Atemstillstand
  • ZNS-Störungen ( Verwirrtheit, Schwindel, Sedierung, Kopfschmerzen)
  • anterograde Amnesie
  • Bradykardie, Hypotonie
  • paradoxe Reaktionen (z. B. akute Erregungszustände, Wutanfälle, Halluzinationen) gehäuft bei Kindern und älteren Menschen
  • Venenreizung und Thrombophlebitis
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Ondansetron | intravenös | Begleitmedikation Schmerztherapie | Kinder
Dosierung 4 mg
Art Einzeldosis
Applikation langsam verabreichen
Zubereitung 4 mg = 2 ml von Ampulle zu 4 ml (2 mg/ml)
Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Kontraindikationen
  • Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoff oder sonstige Bestandteile
  • gleichzeitige Anwendung von Apomorphin (starker Blutdruckabfall und Bewusstseinsverlust möglich)
  • angeborenes Long-QT Syndrom 
Nebenwirkungen
  • Benommenheit (v. a. bei zu schneller i. v. Applikation)
  • selten neurologische Symptome (Krampfanfälle, Bewegungsstörungen, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, extrapyramidale Störungen)
  • Blutdruckabfall, Bradykardie (Verlängerung der QT-Zeit, wurde bisher nur bei viel höheren Dosierungen berichtet)
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung kontraindiziert.

Flumazenil | intravenös | Atemdepression bei Schmerztherapie | Kinder
Dosierung 0,2 mg
Art 1x Wiederholung möglich
Maximaldosis 0,4 mg
Applikation langsam verabreichen
Zubereitung

Nicht verdünnen

0,2 mg = 2 ml von Flumazenil 0,1 mg/ml

Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Kontraindikationen im Rahmen einer nicht beherrschbaren Atemdepression durch die Midazolamgabe bei der Schmerztherapie: keine
Nebenwirkungen
  • Übelkeit und Erbrechen, Hitzegefühl
  • ZNS-Störungen (Angst, Tremor, Kopfschmerzen, Nervosität, Sprachstörungen, Erregtheit)
  • Herzrhythmusstörungen (Bradykardie bis Tachykardie)
  • Krampfanfälle und Entzugserscheinungen (bei bestehendem Benzodiazepingebrauch)
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Esketamin | intranasal | Schmerzen | Kinder
Dosierung 0,25 mg/kg KG (max. 30 mg)
Art 3x Wiederholung nach 5 Min möglich
Maximaldosis 120 mg
Applikation auf beide Nasenlöcher aufteilen
Zubereitung Nicht verdünnenimage.png
Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Hilfestellung Dosierung

Dosierung Esketamin 25 mg/ml intransal (Formel)

Körpergewicht/100 ("Komma um zwei Stellen nach links rücken")≙ Einzeldosis in Milliliter

z.B. 40 kg Patient:in erhält 0,40 ml

z.B. 45 kg Patient:in erhält 0,45 ml

z.B. 52 kg Patient:in erhält 0,52 ml

 

Dosierung Esketamin 25 mg/ml intransal (Tabelle, alternativ zur Formel)

Esketamin 25 mg/ml
Gewicht Menge Volumen
30 kg 7,5 mg 0,3 ml
35 kg 8,75 mg 0,35 ml
40 kg 10 mg 0,4 ml
45 kg 11,25 mg 0,45 ml
50 kg 12,5 mg 0,5 ml
55 kg 13,75 mg 0,55 ml
60 kg 15 mg 0,6 ml
65 kg 16,25 mg 0,65 ml
70 kg 17,5 mg 0,7 ml
75 kg 18,75 mg 0,75 ml
80 kg 20 mg 0,8 ml
> 80 kg Tabelle für höheres Körpergewicht siehe BLL für Erwachsene
Hinweis Für Kinder werden in der Literatur oft deutlich höhere Dosierungen angegeben. Das bezieht sich vor allem auf kleinere Kinder. Da im RKNÖ die eigenständige Gabe von Esketamin aktuell auf Kinder ab 12 Jahre beschränkt ist, wird aus Sicherheitsgründen vorerst eine einheitliche Einzeldosis für alle Patient:innen verabreicht. Eine Evaluierung für die Zukunft ist geplant. Die vorgesehene Dosierung dient vor allem dazu, die Schmerztherapie zu beginnen und die Zeit zu überbrücken, bis Personal vor Ort ist, das Erfahrung mit Kinder-Schmerztherapie hat. Es ist nicht vorgesehen, dass Notfallsanitäter:innen Kinder mit starken Schmerzen regelhaft ohne Notärztin/Notarzt versorgen.
Kontraindikationen
  • Akutes Koronarsyndrom, akute Herzerkrankung
  • Intoxikation mit dämpfenden Substanzen
  • Eklampsie/Präeklampsie
Nebenwirkungen
  • „bad trips“: Träume, Albträume, Psychosen, Unruhe, Schwindel  (sehr selten bei analgetischen Dosen, relevant bei Sedo-Analgesie oder Narkosen)
  • Atemdepression bei viel zu hoher Dosierung und zu schneller Injektion
  • Hirndrucksteigerung bei unzureichender Oxygenierung
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg
  • Sehstörungen (verschwommenes Sehen, Doppelbilder)

 

Ketamin wirkt sympathomimetisch, indem es die Wiederaufnahme von Katecholaminen an der sympathischen Endplatte hemmt. Dadurch wirken auch körpereigene Katecholamine länger und Blutdruck, Herzfrequenz etc. steigen an. Da starke Schmerzen einer der Hauptreize für den Sympathicus und die Katecholaminausschüttung sind (und Esketamin den Schmerz stark reduziert), kommt es durch die Esketamingabe normalerweise nicht zu einer starken Blutdruckerhöhung.

Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Midazolam | intranasal | Begleitmedikation Schmerztherapie | Kinder
Dosierung
Gewicht/Alter Dosis Volumen (5 mg/ml)
< 50 kg 1 mg 0,2 ml
 ab 50 kg 2 mg 0,4 ml

 

Art Einzeldosis
Applikation Auf beide Nasenlöcher aufteilen
Zubereitung

Nicht verdünnen

1 mg = 0,2 ml aus Ampulle zu 1 ml (5 mg/ml)

Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Wiederholung nach TNA-Callback möglich.
Hinweis Alkohol, Psychopharmaka, Opioide verstärken die Wirkung und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Nebenwirkungen.
Kontraindikationen
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Bestandteile und gegen andere Benzodiazepine 
  • bestehende Atemdepression
  • reduziertes Bewusstsein
Nebenwirkungen
  • Atemdepression, Atemstillstand
  • ZNS-Störungen ( Verwirrtheit, Schwindel, Sedierung, Kopfschmerzen)
  • anterograde Amnesie
  • Bradykardie, Hypotonie
  • paradoxe Reaktionen (z. B. akute Erregungszustände, Wutanfälle, Halluzinationen) gehäuft bei Kindern und älteren Menschen
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Flumazenil | intranasal | Atemdepression bei Schmerztherapie | Kinder
Dosierung 0,2 mg
Art 1x Wiederholung nach 3-5 Min möglich
Maximaldosis 0,4 mg
Applikation auf beide Nasenlöcher aufteilen
Zubereitung

Nicht verdünnen

0,2 mg = 2 ml von Flumazenil 0,1 mg/ml

Freigabe Verabreichung unter 12. vLJ nur nach TNA-Callback möglich.
Hinweis

Flumazenil ist eine Substanz mit einer erhöhten Lipophilie und kann bei einer i.n. Applikation nicht immer den erwünschten Erfolg bringen. Trotzdem ist der Versuch der i.n.-Gabe sinnvoll, wenn kein i.v.-Zugang möglich ist.

Kontraindikationen im Rahmen einer nicht beherrschbaren Atemdepression durch die Midazolamgabe bei der Schmerztherapie: keine
Nebenwirkungen
  • Übelkeit und Erbrechen, Hitzegefühl
  • ZNS-Störungen (Angst, Tremor, Kopfschmerzen, Nervosität, Sprachstörungen, Erregtheit)
  • Herzrhythmusstörungen (Bradykardie bis Tachykardie)
  • Krampfanfälle und Entzugserscheinungen (bei bestehendem Benzodiazepingebrauch)
Schwangerschaft/Stillzeit Verabreichung nach TNA-Callback möglich.

Indikation

  • nicht kritisch verletzte Kinder mit behandlungsbedürftigen Schmerzen
  • Viszeralschmerzen (akutes Abdomen, Koliken, Krampfschmerzen im Bauchraum, Menstruationsschmerz)

Andere BLL Schmerztherapie (für Kinder): Schmerzen beim schweren Trauma | leichte Schmerzen & Fieber

Therapieziel

Senken der Schmerzintensität auf ein erträgliches Niveau, sodass Umlagerung und Transport möglich sind.

Quellenangaben

ÖRK-Arzneimittelliste 03/2024 (ÖRK/Gremium der Bundeschefärzte der österreichischen Rettungsorganisationen)

Notfallguru.de, Kindersicher, DBRD-Muster-Algorithmen, SOP Feuerwehr Berlin, SOP Berufsrettung Wien, Ambulance Victoria

Häske, D., Eppler, F., Heinemann, N. et al. (2023): Patient-reported side effects and satisfaction of pre-hospital analgesia with low-dose esketamine: a cross-sectional study. BMC Emerg Med, https://doi.org/10.1186/s12873-023-00898-4

Häske D, Schempf B, Gaier G, Niederberger C. (2014): Prähospitale Analgosedierung durch Rettungsassistenten : Effektivität und Prozessqualität unter ärztlicher Supervision. Anaesthesist, https://doi.org/10.1007/s00101-014-2301-3

Jennings, P.A., Cameron P., Bernard, S. (2011): Ketamine as an analgesic in the pre-hospital setting: a systematic review. Acta Anaesthesiologica Scandinavica, https://doi.org/10.1111/j.1399-6576.2011.02446.x

Andolfatto, G., Innes, K., Dick, W., Jenneson, S., Willman, E., Stenstrom, R., Zed, P. J., Benoit, G. (2019): Prehospital Analgesia With Intranasal Ketamine (PAIN-K): A Randomized Double-Blind Trial in Adults. Annals of Emergency Medicine, https://doi.org/10.1016/j.annemergmed.2019.01.048

Corrigan, M., Wilson, S. S., Hampton, J. (2015): Safety and efficacy of intranasally administered medications in the emergency department and prehospital settings, American Journal of Health-System Pharmacy,  https://doi.org/10.2146/ajhp140630

Porter, K. M., Dayan, A. D., Dickerson, S., & Middleton, P. M. (2018): The role of inhaled methoxyflurane in acute pain management. Open Access Emergency Medicine, https://doi.org/10.2147/OAEM.S181222

Trimmel, H., Egger, A., Doppler, R. et al. (2022): Usability and effectiveness of inhaled methoxyflurane for prehospital analgesia - a prospective, observational study. BMC Emerg Med, https://doi.org/10.1186/s12873-021-00565-6

Ozainne F, Cottet P, Lojo Rial C, von Düring S, Fehlmann CA. (2021): Methoxyflurane in Non-Life-Threatening Traumatic Pain—A Retrospective Observational Study. Healthcare, https://doi.org/10.3390/healthcare9101360

Erläuterungen
  • Metamizol gehört zu den potentesten nicht-Opioid-Analgetika und wirkt speziell bei den im Rettungsdienst häufigen Indikationen Kolik und Rückenschmerzen sehr gut. Die analgetische Potenz ist höher als bei Paracetamol oder Ibuprofen.
  • Bei korrekter langsamer Applikation über eine Kurzinfusion kommt es im Normalfall nicht zu einem Blutdruckabfall.
  • Die häufig als Gegenargument für eine Freigabe genannte Nebenwirkung Agranulozytose wird in der Literatur bei der Einnahme von Metamizol als Dauermedikation beschrieben und ist für die einmalige Verabreichung im Rettungsdienst nicht zu befürchten.
  • Grundsätzlich muss festgehalten werden, dass nach 15 Minuten das Wirkmaximum von Metamizol erreicht ist. Die Schmerzlinderung beginnt deutlich früher.

    Wenn es für Patient:innen zumutbar ist, am Notfallort zu verharren bis die Wirkung eintritt, soll diese Zeit unbedingt abgewartet werden, bevor andere Schmerzmittel verwendet werden.

    Ist es für Patient:innen unzumutbar das Wirkmaximum des Metamizol abzuwarten (zB weil der/die Patient:in auf der Straße in der prallen Sonne oder im Regen liegt) steht es in begründeten Einzelfällen Notfallsanitäter:innen frei, von der Behandlungsleitlinie abzuweichen und die Gabe von Methoxyfluran oder Esketamin parallel zur Gabe von Metamizol vorzuziehen.

Version
Version BLLNOE 24.0.2

03/2025

Änderung Darstellung Klappboxen

Version BLLNOE 24.0.1

12/2024

Unter “Esketamin | intravenös | Schmerzen | Kinder” und “Esketamin | intranasal | Schmerzen | Kinder” wird eine Maximaldosis von 15 mg (intranasal: 30mg) hinzugefügt.

Erläuterung hinzugefügt

Version BLLNOE 24.0

06/2024

Ursprungsversion

Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!