Vakuummatratze
Indikationen
- Ganzkörperimmobilisation
Therapieziel
- Schonender Transport von Patient:innen
Kontraindikationen
-
sofortiger Transport erforderlich (z.B. unstillbare Blutung)
Benötigtes Material
- Vakuummatratze
- Absaugeinheit inkl. Adapter für Schlauchsystem
Durchführung
Nr. | Maßnahme/Handlung |
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1 | Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen |
2 |
Material vorbereiten. Die Vakuummatratze wird auf die vorbereitete Fahrtrage gelegt und glatt gestreift. Je nach Modell ist eventuell eine Vorabsaugung erforderlich. Dabei ist darauf zu achten, dass die Gurte seitlich frei zugänglich bleiben.
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3 |
Patienten/Patientin über Maßnahme aufklären und Einverständnis einholen |
4 |
Der Patient/Die Patientin wird auf die Vakuummatratze verbracht. Dies erfolgt entweder durch Heben mit mehreren Helfer:innen oder mit Transfermittel (z.B. Schaufeltrage). Ein/e Sanitäter:in führt dabei die manuelle Stabilisierung der Halswirbelsäule durch.
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5 |
Der Patient/Die Patientin soll mittig auf der Vakuummatratze liegen. Im Bedarfsfall sollen die Beine des Patienten/der Patientin im Fußbereich überstehen. |
6 |
Zwei Sanitäter:innen formen nun von unten nach oben die Vakuummatratze an den Körper an und schließen mit dem dafür vorgesehenen Gurtsystem die Vakuummatratze. Zusätzlich können geeignete Helfer:innen herangezogen werden, um ein effizientes Anpassen sicherzustellen.
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7 |
Die Arme des Patienten/der Patientin bleiben frei. Dies ist notwendig, um eine gute Anpassung an den Thorax zu gewährleisten und diagnostische (Blutdruckmessung) oder therapeutische Maßnahmen (z. B. Infusion) zu ermöglichen.
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8 |
Besonderes Augenmerk wird auf die Immobilisation der HWS gelegt: der Kopf muss in Neutralstellung angeformt werden. Erst wenn der Kopf in der Vakuummatratze fixiert ist, kann die manuelle Stabilisierung beendet werden. |
9 |
Die Vakuummatratze wird abgesaugt, dabei soll mit geringem Sog begonnen werden, um eine ordnungsgemäße Anformung zu gewährleisten.
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10 |
MDS Kontrolle |
11 |
Das Gurtsystem wird nachgezogen. |
12 |
Die Vakuummatratze wird für den Transport mit allen zur Verfügung stehenden Gurten an der Fahrtrage fixiert. |
Erläuterungen
Spezifische Schienungen (z.B. Oberschenkelfraktur) lassen sich nur mittels Vakuummatratze bewerkstelligen. Dabei können zusätzliche Materialien, wie eine Deckenrolle, zur Stabilisierung verwendet werden.
Ein Ziehtuch kann auf die Vakuummatratze gelegt werden, um den Patiententransfer im Zielkrankenhaus zu erleichtern. Dabei ist darauf zu achten, dass das Ziehtuch mittig aufgelegt wird, um die Patient:innen in weiterer Folge auch mittig auf die Vakuummatratze zu positionieren.
Spezifische Angaben/Anforderungen des Herstellers sind zu beachten und der Bedienungsanleitung zu entnehmen.
Quellenangaben
- ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
- LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage
Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum
Version
Kürzel | Datum | Info |
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Version SCOPMNOE 24.0 | 01/2025 | Ursprungsversion |
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