HWS-Schienung
Indikationen
- MILS kann auf Grund von mangelnden Ressourcen nicht durchgeführt werden
- Die Anwendung eines weiteren Medizinproduktes erfordert die Anlage (z.B. Rettungsband)
Therapieziel
- Achsengerechte Bewegungseinschränkung der Halswirbelsäule
Kontraindikationen
-
schnelle Rettung (Crash-Rettung) notwendig (z. B. Atem-Kreislauf-Stillstand)
-
Lebensrettende Maßnahmen müssen gesetzt werden
Benötigtes Material
- HWS-Schiene
Durchführung
Erläuterungen
Die gängigen HWS-Schienen stellen nur die ersten fünf Halswirbel (C1-C5) ruhig – eine komplette Immobilisation kann nicht erreicht werden. Durch die Anwendung einer HWS-Schiene können die Atemwege von Patient:innen beeinträchtigt werden, und es kann zu einer Behinderung der Durchblutung im Gehirn und dadurch zu einer Erhöhung des Hirndrucks kommen. Sind die Atemwege oder die Atmung des Patienten durch die HWS-Schiene beeinträchtigt, dann muss diese sofort entfernt werden.
Die HWS-Schienung soll nur dann angewendet werden, wenn die manuelle Stabilisierung bei einer Lageveränderung des Patienten/ der Patientin (z. B. bei der Rettung) nicht aufrechterhalten werden kann oder ein Mangel an Ressourcen eine durchgängige manuelle Stabilisierung unmöglich macht.
Wenn die korrekte Größe nicht einstellbar ist, darf die HWS-Schiene nicht angelegt werden. In diesen Fällen muss die HWS durchgehend manuell stabilisiert werden.
Spezifische Angaben/Anforderungen des Herstellers sind zu beachten und der Bedienungsanleitung zu entnehmen.
Quellenangaben
- ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
- LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage
Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum
Version
Kürzel | Datum | Info |
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Version SCOPMNOE 24.0 | 01/2025 | Ursprungsversion |
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